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Nehmen Sie eine potentielle Immobilie ganz genau unter die Lupe, bevor Sie sich zum Kauf entschließen. Andernfalls kann es schnell zu bösen Überraschungen kommen, die teure Konsequenzen nach sich ziehen. Prüfen Sie deshalb bei einer Immobilienbesichtigung das Objekt immer vom Keller bis zum Dach. Hier erfahren Sie welche Punkte bei einer Besichtigung besonders zu beachten sind.

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Kaufen Sie eine Immobilie nie ohne Besichtigung. Hier erfahren Sie, worauf Sie dabei einer Immobilienbesichtigung achten sollten, um böse Überraschungen zu vermeiden.

 

 

Kaufen Sie nie auf gut Glück

Bevor Sie an einen Kauf der Immobilie denken, sollten Sie diese grundlegenden Aspekte beachten:

  1. Immobilie besichtigen – kaufen Sie kein Objekt, ohne es genau unter die Lupe genommen zu haben
  2. kontrollieren Sie alle rechtlichen Unterlagen zur Immobilie
  3. überprüfen Sie zudem die Finanz- und Versicherungsunterlagen
  4. prüfen Sie auch die Unterlagen zur Vermietung
  5. kontrollieren Sie vorhandene Gutachten, wenn Sie bauen oder anbauen möchten

Eine Immobilie sollte immer mehrmals von Ihnen besichtigt werden. Kommt sie dann in die engere Auswahl, sollten Sie die Bausubstanz von einem Experten begutachten lassen. Dazu können Sie sich an einen Bausachverständigen oder Architekten wenden. Aber Vorsicht: die Kosten für einen solchen Experten liegen i.d.R. bei mehreren hundert Euro. Nutzen Sie dieses Angebot also nur, wenn Sie wirklich eindeutig kurz vor dem Kauf stehen. Außerdem ist eine Immobilienbesichtigung nur am Tag zu empfehlen, wenn die Lichtverhältnisse gut sind und Sie beispielsweise den Sonnenstand in der Immobilie verfolgen können. So kann das Objekt von Ihnen am besten bewertet werden.

 

Die wichtigsten Punkte bei der Immobilienbesichtigung

Vorgarten

Bei der Immobilienbesichtigung sollten Sie bereits auf den Zustand des Vorgartens achten, denn er ist der erste Eindruck für Sie und Ihre zukünftigen Mieter. Zwar kann der Vorgarten später noch umgestaltet werden, dies geht aber mit zusätzlichen Kosten einher. Achten Sie außerdem auf die Fassade des Hauses: hat sie Risse? Ist der Anstrich noch frisch? Ist der Putz rissig oder abgeplatzt? Hinter Rissen im Putz können sich oft auch Schäden im Mauerwerk verbergen. Algen und Moos sind oft Indikatoren für Feuchtigkeit oder eine falsche Isolierung des Objekts.

Keller

Beim Keller sollten Sie testen, ob er modrig riecht, denn das ist oft ein Zeichen für hohe Feuchtigkeit und damit auch Schimmelbefall. Eindringendes Grund- und Regenwasser sind hier meist die Ursache. Auch Kristallbildung und abgeplatzter Putz weisen darauf hin. Prüfen Sie auch, ob der Keller eventuell von Schädlingen, wie z.B. Ratten befallen ist. Dies kann vorkommen, wenn z.B. Mülltonnen im Keller gelagert sind.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Heizungsanlage, die sich in den meisten Fällen im Keller befindet. Nehmen Sie auch diese genau unter die Lupe. Ist die Heizungsanlage auf dem neuesten Stand? Ein Brenner muss nach ca. 10 bis 20 Jahren ausgetauscht oder erneuert werden, ein Kessel nach ca. 30 bis 40 Jahren. Informieren Sie sich also über das Alter und den Stand der Anlage. Wenn Sie eine langlaufende Finanzierung über 30 Jahre planen, sollten Sie einkalkulieren, dass die Heizungsanlage nach 10 bis 20 Jahren modernisiert werden muss. Sparen Sie dafür am besten Kapitalreserven an.

Dach

Bei der Besichtigung des Dachs ist besonders darauf zu achten, dass nirgendwo Feuchtigkeit eindringt. Verrutschte oder beschädigte Dachziegel oder schlecht verarbeitete Dachpappe sind oft Gründe dafür, aber auch die Dachrinne oder der Schornstein können beschädigt sein und Nässe hereinlassen.

  • Betonziegel halten ca. 30 bis 45 Jahre, Ziegel aus Ton halten ca. 60 Jahre, Folie und Kies als Dach nur ca. 20 bis 35 Jahre: fragen Sie den Verkäufer unbedingt, wann das Dach zuletzt repariert bzw. erneuert wurde
  • bei einem Flachdach unbedingt auf das Dach gehen und es nach Unebenheiten überprüfen, da sich dort schnell Pfützen bilden können
  • Sie sollten unbedingt die Dachisolierung überprüfen – vor allem wegen der Energiekosten!
  • unverkleidete Dachbalken sollten Sie auf morsche und löchrige Stellen prüfen, lassen sie diese ggf. noch einmal genauer von einem Dachdecker kontrollieren

Wohneinheiten

Bei den Wohneinheiten ist vor allem die Aufteilung von Bedeutung. Sind die Räume praktisch geschnitten? Dabei sollten Sie sich an der Nutzung der zukünftigen Mieter orientieren. Ein guter Richtwert hierbei ist die durchschnittliche Wohnfläche pro Person. Diese liegt momentan bei ca. 44m² pro Person in den alten Bundesländern und bei ca. 40m² pro Person in den neuen Bundesländern. Dabei richtet sich die Fläche auch nach der Zielgruppe, an welcher Sie sich orientieren. Möchten Sie lieber an Singles oder an Familien vermieten?

Das sollten Sie außerdem in den Wohneinheiten beachten:

  • Bodenbeläge und Wandanstriche kontrollieren: Wohnungen mit Parkett oder Laminat sind meist besser zu vermieten! Der Bodenbelag darf aber nicht zu viele Kratzer haben.
  • Ausstattung in Küche und Bad sollte modern und zeitlos sein. Bei weißen Fliesen machen Sie nichts falsch.
  • kontrollieren, ob Schimmelbefall in den Räumen vorhanden ist: dies ist oft Anzeichen für schlechte oder falsche Isolierung.
  • Prüfen Sie den Zustand der Wasserleitungen: es sollten keine Bleileitungen mehr verlegt sein, da diese über einen langen Zeitraum zu einer Bleivergiftung führen können.
  • erkundigen Sie sich, wann die Elektroversorgung das letzte Mal erneuert wurde. Dies sollte immer in regelmäßigen Abständen erfolgen, um Kabelbrände zu verhindern.
  • kontrollieren Sie die Schall- und Wärmedämmung: lassen Sie sich unbedingt den Energieausweis der Immobilie zeigen!
  • fassen Sie auch die Außenwände in den Räumen an, sie sollten sich keinesfalls extrem kalt anfühlen
  • die Wohnung sollte nicht zu hellhörig sein; eine gute Schallisolierung ist ein Muss!
  • Gibt es Brandschutzeinrichtungen? Feuermelder oder Sprinkleranlagen? Überprüfen Sie, wann diese Anlagen zuletzt gewartet wurden.

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Nehmen Sie unbedingt ein Feuerzeug mit zur Besichtigung. Damit lässt sich kinderleicht kontrollieren, ob Zugluft durch Türen oder Fenster kommt.

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Quellenverzeichnis

 

Autor

Eric Thomas ist Ihr Experte für Immobilienfinanzierung und Berufsunfähigkeitsversicherung

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