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Kann ich Kontoführungsgebühren in der Steuererklärung geltend machen?

Eine sich häufig stellende steuerliche Frage ist die Angabe von Kontoführungsgebühren in der Steuererklärung. Schließlich hat heutzutage so gut wie jeder Arbeitnehmer ein Girokonto, für dessen Führung in der Regel Gebühren entstehen. Diese können zum Teil im Rahmen der Einkommensteuer geltend gemacht werden. Hierfür stehen dem Steuerpflichtigen zwei unterschiedliche Wege zur Verfügung.


LOHNT ES SICH, EINE STEUERERKLÄRUNG ZU MACHEN?


Bevor wir näher ins Detail der Verrechnung von Kontoführungsgebühren einsteigen, geht es zunächst um die Feststellung, ob sich eine Steuererkärung auch wirklich lohnt. Generell lässt sich sagen, dass dies in den meisten Fällen einer abhängigen Beschäftigung der Fall ist. Denn eine Vielzahl der Ausgaben, die durch die Arbeit entstehen, lassen sich in Form von Werbungskosten von der Berechnungsgrundlage der Einkommensteuer abziehen.

Da auf diese Steuern bereits Vorleistungen von Seiten des Arbeitgebers erfolgt sind und die Steuer von diesem direkt abgeführt wurde, erhält man als Nichtselbständiger durch die Einkommensteuererklärung regelmäßig Geld vom Staat zurück. Unter diese notwendigen Kosten fallen auch Kontoführungsgebühren.

Denn praktisch alle Arbeitgeber setzen das Vorhandensein eines Girokontos bei ihren Angestellten zwingend voraus. Die Barauszahlung von Löhnen bildet demgegenüber heutzutage die absolute Ausnahme.

Werbungskosten und Steuererklärung – Steuertipps zum Steuern sparen mit Werbungskosten 2016/17 – Quelle: Youtube


ZWEI MÖGLICHKEITEN DER ABRECHNUNG VON KONTOFÜHRUNGSGEBÜHREN


Die einfachste Möglichkeit, die Kosten für die Führung eines Kontos steuerlich geltend zu machen, ist die Nutzung der vom Gesetzgeber vorgegebenen jährlichen Pauschale von 16 Euro. Zwar sind die tatsächlichen Kosten für das Konto oft höher, dafür haben aber auch nicht alle Zahlungsvorgänge ausschließlich mit dem Arbeitsverhältnis zu tun. Nur wer einmal im Monat seinen Lohn erhält und diesen in bar abhebt, kann die vollen Kosten für die Führung des Kontos steuerlich geltend machen.

Sobald aber die Miete für die Wohnung bzw. die Rate für das Haus vom Konto abgeführt wird und auch z.B. das Abonnement der Tageszeitung auf diesem Wege bezahlt wird, dient das Konto zudem privaten Zwecken. Dann hat man entweder die Möglichkeit, die bereits erwähnte Pauschale von 16 Euro zu nutzen oder man macht sich die Mühe, alle Zahlungsvorgänge einzeln zu überprüfen, einzuordnen und einzutragen, um dann im Verhältnis von privaten und berufsbezogenen Buchungen den Ansatz für die Berechnung der tatsächlich angefallenen steuerrelevanten Gebühren zu ermitteln.

Für die Anrechnung von Kontoführungsgebühren stehen Dir deshalb zwei Wege offen:

– Pauschale von 16 Euro
– Einzelabrechnung der Abbuchungen


WAS DU BEI DER STEUERERKLÄRUNG AUßERDEM BEACHTEN SOLLTEST


Sinnvoll ist es, wenn Du außer auf die Kontoführungsgebühren auch auf die anderen Aspekte einer Steuererklärung achtest, damit eine mögliche Rückerstattung für Dich so hoch wie möglich ausfällt. Dabei kann es sich lohnen, sich auf die Werbungskosten zu konzentrieren. Hierunter fällt vor allem die Entfernungspauschale, da die meisten Arbeitnehmer täglich einen längeren Arbeitsweg haben.

Kontoführungsgebühren in der Steuererklärung geltend machen

Wie viel sich durch diese und andere Werbungskosten sparen lässt, hängt von vielen Faktoren, wie z.B. der Höhe der Einkünfte sowie der Steuerklasse ab. Wie das Beispiel Kontoführungsgebühren zeigt, kommt es hierbei vor allem darauf an, die lohnenden Steuertipps von den eher weniger lukrativen Hinweisen mit hohem Arbeitsaufwand zu unterscheiden.

Hierbei hilft kann Dir ein Steuer Rechner helfen, wie er sich schnell im Internet finden lässt. Beachte bitte, dass dieser Artikel keine Beratung durch einen Spezialisten ersetzt.

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