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Kuriose Versicherungen

Versicherungen leben davon, regelmäßige Beitragszahlungen ihrer Klienten zu erhalten, und in Einzelnen Schadensfällen aus der Summe der Einnahmen dem jeweils Geschädigten so gut helfen, wie dieser selbst es allein nicht können würde. Wird weniger Schaden gemeldet als eingezahlt, sollte es der Versicherung also gut gehen. Neben der Sozialversicherung sind die Reiserücktrittsversicherung, die Rechtsschutzversicherung oder etwa die Lebensversicherung in der Gesellschaft üblich geworden. Folgende Auflistung zeigt allerdings einen kleinen Überblick über kuriose Versicherungen, welche mit hoher Sicherheit mehr dem Policegeber nutzen als dem Klienten – und zudem für Schmunzeln sorgen dürften..

Kuriose Versicherungen: Die Braut die sich nicht traut

Wer vor hat, eine möglicherweise etwas naive, unentschlossene Dame zu ehelichen, ist mit dieser Versicherung bestens beraten: Entschließt sich die Dame vor dem Altar zu einem Rückzieher ihres Ja-Wortes, erhält der dastehende Bräutigam 100 EUR, sofern dieser für zwölf EUR im Jahr die entsprechende Police abgeschlossen hat. Diese zurecht kuriose Versicherung setzt an einer empfindlichen Stelle an, ob ein dreistelliger Betrag jedoch einen solchen Schicksalsschlag entschädigt, ist schwer zu beurteilen.

Kuriose Versicherungen: Die harte Hand des Staates

Gegen staatliche Verbote gibt es mehrere kuriose Versicherungen: So etwa gegen eine plötzlich auftauchende Prohibition oder einer dauerhaften Geschwindigkeitsbegrenzung auf deutschen Autobahnen. Beide Versicherungen kosten je zwölf EUR im Jahr. Im Falle der Prohibition – bekannt aus den USA, Schweden oder Island – erhält der Versicherungsnehmer 500 EUR.

Im Falle des Tempolimits auf Autobahnen – wie es beispielsweise in den Niederlanden existiert – 100 EUR. Auch diese kuriosen Versicherungen lassen sich schlecht vorhersagen.

Skurrile weihnachtliche Versicherungsfälle – Ist das versichert? – Quelle: Youtube


Kuriose Versicherungen: Zu Unrecht inhaftiert

Unter den kuriosen Versicherungen ist diese kalkulatorisch am einfachsten zu bewerten – und wohl am leichtesten im Schadensfall nachzuweisen.

Wer zu Unrecht inhaftiert wird, erhält für zwölf EUR Jahreseinsatz 500 EUR an Entschädigungssumme der Versicherung. Erst nach 41 Jahren übersteigt die Versicherungszahlung den Entschädigungswert für einen einzigen unrechten Aufenthalt.

In Deutschland sieht das Gesetz über die Entschädigung für Strafverfolgungsmaßnahmen 25 EUR als Tagesentschädigung für unrechtmäßigen Freiheitsentzug vor – möglicherweise macht eine solche Zahlung den kuriose Versicherungen dieser Art obsolet.


Kuriose Versicherungen: Ohnmächtigkeit im Kreissaal

Werdende Väter, ganz gleich ob verheiratet oder nicht, können sich mit zwölf EUR im Jahr eine Entschädigungszahlung im Falle einer Ohnmächtigkeit im Kreissaal während der Geburt des Nachwuchses sichern. Diese Versicherung sollte nicht zu früh abgeschlossen werden und eignet sich eher für Herren mit nervlich bedingten Gemütsschwierigkeiten. Die Versicherung zahlt in einem Ohnmachtsfall 125 EUR an den Versicherungsnehmer – das Zehnfache eines Jahresbeitrages. Der Abschluss würde sich möglicherweise lohnen.

Weniger skurril, der Vertragsbestand der Deutschen – Quelle: GDV


Kuriose Versicherungen: Pech bei der Lotterie

Ebenfalls kalkulatorisch klar zu bewerten ist die Versicherung gegen Lottopech. Die Versicherung leistet, wenn der Lottospieler 52 Mal im Jahr Lotto spielt (ergo jede Woche einmal), und dabei nie mehr als zwei richtige Treffer erhält. Die Entschädigungssumme liegt bei 2500 EUR und ist damit eine der höchsten in dieser Auflistung an kuriosen Versicherungen. Kalkuliert man mit acht EUR für einmaliges Lottospielen, so entstehen Kosten in Summe von 416 EUR, der Versicherungsnehmer hätte also ein Plus von gut 2000 EUR zu verbuchen.

Allerdings sollten sich Interessenten davon nicht blenden lassen: Die Wahrscheinlichkeit, 52 Mal hintereinander entweder zwei, eine oder keine richtige Gewinnzahl zu tippen, geht im wahrsten Sinne gegen Null. Ein einmaliger Erfolg dreier, richtiger Lottozahlen führt normalerweise auch nicht zu einem Dasein als Millionär.


Kuriose Versicherungen: Aliens

Diese Versicherung dürfte bisher eine der wagemutigsten sein aus Sicht der Versicherungsnehmer: Eine Entführung durch Außerirdische wird bei Rückkehr mit einer Summe von 5000 EUR bedacht. Da es jedoch keinen offiziellen Fall einer solchen Entführung gab, geschweige denn bisher niemand beweislich von einer solchen Entführung zurückgekehrt ist, sollte diese Versicherung allerhöchstens als Scherzgeschenk für gute Bekannte abgeschlossen werden.


Kuriose Versicherungen: Der kaputte Fahrstuhl

Gerade für Menschen mit Neigung zur Klaustrophobie, auch Platzangst genannt, dürfte das Betreten eines Fahrstuhls zur kleinen Mutprobe werden. Viele mögen gar nicht daran denken, was im Falle eines Steckenbleibens passiert – Atemnot, Schweißausbrüche, oder starker Harndrang können da Symptome der Phobie werden. Für zwölf EUR im Jahr kann man sich gegen einen solchen Unfall absichern, und erhält im Falle des Falls 75 EUR ausbezahlt. Durchschnittlich bleibt ein deutscher Bundesbürger allerdings „nur“ alle 102 Jahre einmal im Fahrstuhl stecken – eine also wenig gewinnversprechende Versicherung also, zumal der Schock eines Klaustrophoben deutlich tiefer sitzen dürfte, als es die Entschädigung beheben könnte.


Kuriose Versicherungen: Der Börsencrash

Börsencrashs hat die Welt mehr als einmal gesehen, und Spekulanten könnte eine Versicherung, welche die Folgen zumindest teilweise abdeckt, interessant finden. 625 EUR zahlt die Versicherung gesetzt dem Fall, dass der ausgewählte Indize innerhalb eines Jahres um 75 % oder mehr fällt. Auch hier sind Gewinn und Verlust kalkulierbar – mit entsprechenden Facheknntnissen im Börsengeschäft.


Kuriose Versicherungen: Nasser Sommer

Weniger eine klassische Versicherung als ein Werbeversprechen bieten Optiker an, wenn der Kauf einer neuen Sonnenbrille auf Grund von widrigem Wetter nutzlos geworden ist. Der Preis der Brille wird komplett erstattet. Es stellt sich jedoch die Frage der Beweisbarkeit, dass die neue Sonnenbrille tatsächlich an keinem Sommertag einen Mehrwert bot.

Der Bedarf an Versicherungen steigt – Quelle: GDV


Kuriose Versicherungen: Körperteile

Dass das Stürzen aus einem Baum mit anschließender Querschnittslähmung ein Fall für die Versicherung ist, ist hinlänglich bekannt. Weniger Normalverbraucher, aber durchaus Prominente sind da großzügiger und versichern einzelne Körperteile – so etwa Jennifer Lopez‘ Gesäß oder Keith Richards Mittelfinger. Als dieser 1990 gebrochen war, zahlte seine Versicherung den Schaden dreier ausverkaufter Konzerte. Als Normalverbraucher aus betrachtet macht es vielleicht Sinn, als Gitarrist einen intakten Mittelfinger zu haben, die Summen sind aber durchaus enorm: Richards Versicherung zahlte anderthalb Millionen Dollar. Die Idee ist in der Tat nicht neu: Die deutsche Schauspielerin Marlene Dietrich etwa versicherte in den 1940er Jahren ihre markante Stimme.

Kein Papierchaos mehr im Versicherungsordner

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