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WAS SIND REGIONALKLASSEN – SCHADENSBILANZ UND EINSTUFUNG


Die Regionalklassen sind ein Risiko-Merkmal und dienen der Berechnung von KFZ-Versicherungsprämien. Die Regionalstatistik gibt die Schadenbilanz bestimmter Regionen wider, wobei die jeweilige Regionalklasse in der KFZ-Haftpflichtversicherung von der Anzahl der Schäden, der durchschnittlichen Schadenhöhe, die in Bezug auf die Anzahl der dort zugelassenen Fahrzeuge verursacht werden sowie des Fahrverhaltens der Autofahrer innerhalb des jeweiligen Zulassungsbezirks, abhängt.

WONACH BESTIMMEN SICH DIE REGIONALKLASSEN NOCH?


Die Zuordnung zu einer bestimmten Region erfolgt über den Hauptwohnsitz des Fahrzeuginhabers. Bei der Einstufung in eine Regionalklasse spielt die Wohngegend in Hinsicht auf die KFZ-Versicherungsprämie eine wesentliche Rolle. Selbiges trifft auch auf den Faktor Sicherheit zu, denn werden Fahrzeuge in einer Gegend häufig aufgebrochen oder zählt eine Wohngegend als besonders unsicher, wird der Fahrzeuginhaber automatisch einer höheren Regionalklasse zugeordnet. Ebenso haben örtliche Besonderheiten, die Fahrweise sowie die Unfall-Häufigkeit einer Region Einfluss auf die Höhe der Versicherungsbeiträge. In ländlichen Regionen fällt die Regionalklasse aus den genannten Gründen oftmals niedriger aus als in der Stadt. Das Verkehrsaufkommen ist in den ländlichen Regionen geringer, die Unfallhäufigkeit ist niedriger und somit auch der ermittelte Index-Wert geringer. Pauschale Aussagen jedoch, wo die Versicherung am günstigsten oder am teuersten ist, können schwer getroffen werden. Die KFZ-Haftpflicht verfügt über 12 Regionalklassen, die Teilkasko über 16 und die Vollkasko über 9 unterschiedliche Klassen. Je niedriger die Regionalklasse, desto geringer gestaltet sich der Versicherungsbeitrag.


WIE KANN ICH DIE REGIONALKLASSE ABLESEN?


Die Regionalklasse wird unabhängig vom Fahrzeugtyp ermittelt und kann auf dem Portal des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) abgelesen werden. Die Regionalklassen für Haftpflicht-, Teilkasko- und Vollkaskoversicherung werden jedes Jahr neu vom GDV anhand der Regionalstatistiken berechnet, welche die Schadenbilanz für bestimmte Regionen darstellt. Insgesamt gelten in Deutschland 415 Zulassungsbezirke für die Regionalklassen. Die vom GDV erstellte Regionalstatistik ist sowohl für Versicherer als auch für Versicherte interessant, denn sie gibt Aufschluss darüber, wie hoch das Risiko je nach Region ist, für einen Schaden herangezogen zu werden. Für die Versicherten hat diese Wahrscheinlichkeit zudem Auswirkungen auf die Versicherungsprämien, die berechnet werden. Die Regionalklassen können auf der Webseite des GDV auf einer Deutschlandkarte abgelesen werden.

Mit einem Klick auf das entsprechende Bundesland und einem weiteren Klick auf den entsprechenden Zulassungsbezirk lässt sich schnell und einfach feststellen, in welche Regionalklasse ein zu versicherndes KFZ eingeordnet wird. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, die Regionalklasse mittels Eingabe des Zulassungsbezirks, der Postleitzahl oder des Wohnortes des Versicherten auf der Webseite des GDV zu ermitteln. Dabei muss allerdings berücksichtigt werden, dass es sich bei der GDV-Statistik lediglich um eine Empfehlung handelt und es vorkommen kann, dass der Versicherer aufgrund seiner selbst erstellten Statistik eine andere Einstufung für ein bestimmtes Fahrzeug vorsieht. Aus diesem Grund kann es für Versicherte lohnen, einen KFZ-Versicherungsvergleiche vorzunehmen und sein Fahrzeug an einem solchen Ort versichern zu lassen, wo neben der Typklasse und eventuellen Vergünstigungen eine besonders niedrige, d.h. günstige Regionalklasse besteht.

Neben Regionalklassen zählen auch Typklassen KFZ (GDV) – Quelle: Youtube


WELCHE AUSSAGE HAT DER REGIONALKLASSEN INDEX


Die Indexwerte dienen der Bestimmung und der Einstufung der Regionalklassen. Dabei sind die Versicherer in der Festlegung der Indexgrenzen frei, jedoch werden dadurch auch Abweichungen in der Regionalklassen-Zuordnung verursacht, was allerdings nicht besonders häufig vorkommt. Die Regionalklassen werden für über 400 Zulassungsbezirke innerhalb Deutschlands einmal jährlich vom GDV herausgegeben und spiegeln die Schadenbilanz einer Region wider. Die Regionalklassen werden als eines von vielen Tarif-Merkmalen von den Versicherern genutzt, um die KFZ-Versicherungsbeiträge zu bestimmen.

Der Regionalklassen Index bezeichnet die Schadenbilanz der KFZ-Zulassungsbezirke im Vergleich zum bundesweiten Durchschnitt, welcher mit dem Wert 100 festgelegt ist. Befindet sich der Wert über 100, fällt die Schadenbilanz schlechter aus als der Durchschnitt. Für die Haftpflicht existieren 12, für die Teilkasko 16 und für die Vollkasko 9 Klassen.


ÄNDERT SICH DER REGIONALKLASSEN INDEX


Die Regionalstatistik bezeichnet die Schadenbilanz einer bestimmten Region, die in der KFZ-Haftpflichtversicherung vom Fahrverhalten der Autofahrer des Zulassungsbezirks beeinflusst wird. Die Regionalstatistik wird einmal jährlich vom GDV herausgegeben, wobei diese Statistik nicht mit den Zahlen der örtlichen polizeilichen Unfallstatistik vergleichbar ist, denn die Polizei erfasst die Unfälle im jeweiligen Jahr am Unfallort, wobei die Regionalstatistik des GDV sich hingegen nach dem Wohnort des Fahrzeughalters orientiert und die Schadenbilanz einer Region in einem Zeitraum von fünf Jahren in die Berechnung mit einbezieht.

Für die Versicherungsgesellschaften ist die Regionalstatistik unverbindlich und kann sowohl für Neuverträge als auch für bestehende Verträge zur Hauptfälligkeit angewandt werden, wobei diese dann üblicher Weise ab dem 1. Januar gilt. Versicherungs-thematisch ist der Indexwert, der sich aus der Schadensbilanz eines jeden Zulassungsbezirkes ergibt. Anhand dieses Indexwertes erfolgt die Einstufung in die jeweilige Regionalklasse. Die Zulassungsbezirke, die einen vergleichbaren Indexwert haben, werden in die gleiche Regionalkasse eingeteilt. Dadurch, dass der Index abhängig von der Regionalstatistik ist, und anhand dieser berechnet wird, kann sich dieser bei der jährlichen Neuberechnung auch ändern.

KFZ-Versicherungen – Quelle: GDV


WAS IST DIE SCHADENBILANZ


Die Regionalklassen Statistiken spiegeln die Schaden- und Unfallbilanz einer Region wider. Dabei ist die Schadenbilanz eines von zahlreichen Merkmalen, das von den Versicherern bei der Berechnung des Versicherungsbeitrages mit einbezogen wird.

Die Regionalklasse wird in der KFZ-Haftpflichtversicherung von der Fahrweise der Autofahrer innerhalb eines Zulassungsbezirks beeinflusst. Hinsichtlich der Versicherung fließen auch orts-spezifische Auffälligkeiten wie u.a. die Häufigkeit von Auto-Diebstählen oder durch das Wetter verursachte Schäden in die Schadenbilanz mit ein. Prinzipiell gilt für die Regionalklassen, dass je niedriger die Einstufung in der Versicherungsklasse ist, desto günstiger auch die Prämie für die KFZ-Versicherung ausfällt.

Besteht die Situation, dass der Beitrag durch eine Änderung der Regionalklasse erhöht wird, so kann der Versicherungsvertrag zum Zeitpunkt seiner Wirksamkeit gekündigt werden, was in der Regel zum 1. Januar eines Jahres eintritt. Die GDV-Statistik basiert stets auf den Schäden der vorherigen fünf Jahre. Die Statistik des Jahres 2015 erfasst beispielsweise die Schäden und Autounfälle der Jahre 2009 bis 2014.

Die Schadenbilanzen der unterschiedlichen Zulassungsbezirke werden von den Statistikern in einen versicherungs-thematischen Indexwert umgerechnet, woraus sich dann die Einstufung in eine Regionalklasse ergibt. Teilweise ziehen die Versicherer für die Einstufung in die Regionalklassen auch eigene Statistiken heran, da die GDV-Statistik nicht verbindlich ist. Der Durchschnitt der Schadenbilanz wird bundesweit mit 100 Prozent unterstellt. Befindet sich die Schadensbilanz in einem Zulassungsbezirk über 100 Prozent, haben sich in dieser Region kostenintensivere und mehr Schadensfälle ereignet als im bundesweiten Durchschnitt.

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