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Deckungssumme

Im Bürgerlichen Gesetzbuch (kurz BGB) ist die Schadenersatzpflicht geregelt. Hier heißt es:
„(1) Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet. […]“

Personenschaden ist ein Vermögensnachteil auf Grund von Tod, eine Verletzung oder eine Gesundheitsschädigung eines Menschen. Sachschaden ist ein Vermögensnachteil auf Grund von Zerstörung oder Beschädigung von Sachen.

Wir sind der Meinung, dass die die Deckungssumme für Personen- und Sachschäden in Ihrer Haftpflichtversicherung mindestens 3 Millionen Euro betragen sollte.

Vermögensschaden

Vermögensschaden ist jede Verschlechterung, Vernichtung oder Entziehung eines in Geld bewertbaren Gutes, die Verminderung des Vermögens selbst oder die Vereitelung einer gesicherten Aussicht auf neuen Vermögenserwerb. Hierzu gehören z.B. nutzlos aufgewendete Urlaubszeit und Unterhaltspflichten.

Ein Vermögensschaden im versicherungsrechtlichen Sinn liegt nicht vor, wenn dieser weder mit einem Personen- noch mit einem Sachschaden unmittelbar in Zusammenhang steht.

Nach unserer Ansicht sollten Vermögensschäden bis mindestens 100.000 Euro in Ihrer Haftpflichtversicherung versichert sein.

Beispiel: Wenn Sie z.B. im nächsten Winter eine große Menge Kaminholz bestellen und liefern lassen. Die Abladung der Lieferung erfolgt an einer ungünstigen Stelle. Die Garage des Nachbarn wurde versperrt. Als der benachbarte Rechtsanwalt zu einem Gerichtstermin wollte, konnte er sein Auto nicht aus der Garage fahren. Stattdessen nahm er ein Taxi. Die Rechnung liegt Ihnen nun zwecks Begleichung vor.

Auslandsdeckung

Infolge der Globalisierung ist eine Verlegung des Wohnsitzes ins Ausland nicht mehr unüblich.
Ob nun als Student ein Auslandssemester zum Bestehen des Studiums notwendig ist oder der Arbeitgeber seinen Angestellten in einer Niederlassung außerhalb Deutschland benötigt. In den meisten Fällen handelt es sich um einen befristeten Aufenthalt, jedoch ist die Dauer nicht immer im Vorfeld eindeutig zu erkennen.

In einer modernen Haftpflichtversicherung, sollte im Ausland vorkommende Haftpflichtschäden abdecken. Nach unserer Meinung sollten die Aufenthalten in Europa unbegrenzt möglich sein und außerhalb Europa bis zu zwei Jahren.

Beispiel: Wenn Sie z.B. den nächsten Winter auf Gran Canaria verbringen. Hierfür mieten Sie sich ein Appartement an. Bei der Abreise vergessen Sie das Wasser abzustellen und den Abpumpschlauch der Waschmaschine in die Badewanne zu hängen. Hierdurch entsteht ein erheblicher Wasserschaden.

Vorsorgeversicherung

Die Vorsorgeversicherung wird mit folgenden Deckungssummen eingeschlossen:
1 Mio. Euro pauschal für Personen- und Sachschäden und 100.000 EURO für Vermögensschäden.

Die Vorsorgeversicherung gilt für neu hinzukommende Risiken während der Vertragslaufzeit. Nach unserer Ansicht sollte die Deckungssumme für die Vorsorgeversicherung mindestens 1 Million Euro für Personen- und Sachschäden sowie bis zu 100.000 Euro für Vermögensschäden betragen.

Beispiel:
– Anschaffung eines Hundes / Pferdes
– Kauf eines Hauses

Forderungsausfall

Schäden am Eigentum und / oder der Gesundheit sind ab einer Schadenersatzforderung in Höhe von 500,- EURO mitversichert, sofern der Schädiger selbst nicht haftpflichtversichert und zahlungsunfähig (nach Abgabe der eidesstattlichen Versicherung und Eintragung in das Schuldnerverzeichnis nach § 915 ZPO) ist.

Ein Haftpflichtschaden ist eingetreten, doch der Schädiger kann den entstandenen Schaden nicht ersetzen. Die Gründe: Der Schädiger hat keine Versicherung abgeschlossen, die für den Schaden aufkommt. Außerdem ist der Schädiger mittellos und kann den Schaden nicht aus eigener Tasche begleichen.

Der Forderungsausfall bzw. Ausfalldeckung tritt in solchen in Kraft. Bei Vorlage eines durch gerichtlichesrechtskräftigen und vollstreckbaren Titels, wird der Ersatz für den Schaden durch die eigene privat Haftpflichtversicherung übernommen.

Beispiel:
Ein Fahrradfahrer beschädigt mit seinem Fahrrad das Auto von Herrn P. Der Verursacher hat keine eigene private Haftpflichtversicherung und verfügt über keine finanziellen Mittel, um für den Schaden aufzukommen.

Regressansprüche von Sozialversicherungsträgern

Schadensersatzansprüche von Sozialversicherungen, in Folge von verursachten Personenschäden sind
mitversichert. In der private Haftpflichtversicherung sind Ansprüche unterhalb der mitversicherten Personen ausgeschlossen.

Regressansprüche von Trägern der Sozialversicherung, Sozialhilfe, privaten Krankenversicherungen sowie öffentlichen oder privaten Arbeitgebern sollten eingeschlossen sein.

Beispiel:
Im Privatbereich: Das Paar Frau K. und Herr L. lebt in eheähnlicher Gemeinschaft in Norddeutschland. Sieverbringen den Winter im Bayern, um dort ein paar Tage Skiurlaub zu genießen. Auf einer Skitour fährt der Mann vorweg und die Frau folgt ihm. Als der Mann plötzlich stürzt, kann die Frau nicht mehr stoppen und fährt direkt mit den Skiern in den Rücken ihres Partner. Hierdurch verletzt sie ihn. Ein Abtransport erfolgt per Hubschrauber. Der Mann verbringt mehrere Tage im ortsansässigen Krankenhaus. Die Krankenkasse stellt Regressansprüche bei Frau K. wegen Übernahme der entstandenen Kosten.

Mietsachschäden

Schäden an gemieteten Wohnräumen und sonstigen, zu privaten Zwecken gemietete Räume in Gebäuden, sind bis 1 Million Euro versichert. Ausgenommen sind Schäden, die auf Abnutzung, Verschleiß oder übermäßige Beanspruchung zurückzuführen sind.

Nicht jeder hat sein eigenes Wohneigentum. Viele Personen wohnen zur Miete in einer Wohnung oder in einem Haus. Doch auch zu anderen Zwecken werden Räume angemietet, z.B. wegen einer Geburtstagsfeier, Hochzeit.

Um im Falle eines Sachschadens an den Mieträumen abgesichert zu sein, sollten solche Schäden in der privaten Haftpflichtversicherung bis 1 Million Euro versichert sein.

Beispiel:
Mietwohnung: Durch herabfallende Zigarrenglut wird der Teppich beschädigt.
Angemieteter Partyraum: Beim ausgelassen feiern fällt eine Bierflasche herunter. Dabei wird der
Bodenbelag beschädigt.

Schäden an fremden, gemieteten, geliehenen Sachen

Sachschäden an fremden, gemieteten und geliehenen Sachen sind bis 500 EURO mitversichert.

In vielen Fällen leiht man sich Gegenstände, z.B. Videokamera beim Nachbarn. Oder es werden Sachen
angemietet, z.B. Bohrmaschine beim Baumarkt. Schäden an fremden gemieteten oder geliehenen Sachen sind grundsätzlich in der Privathaftpflicht ausgeschlossen. Nach unserer Ansicht sollten solche Sachschäden bis mindestens 500 Euro im Versicherungsschutz eingeschlossen sein.

Beispiel:
Frau K. feiert ihren 60igsten Geburtstag in einem großen Kreis. Um die schönsten Momente der Feier
aufzunehmen, leiht sich die Tochter von Frau K. beim Nachbarn die Videokamera aus. Doch diese fällt ihr leider herunter und wird dadurch irreparabel beschädigt. Der Nachbar fordert Schadenersatz bei der Tochter von Frau K.

Allmählichkeitsschäden

Sachschäden, die durch allmähliche Einwirkung der Temperatur, von Gasen, Dämpfen, Feuchtigkeit oder Niederschlag entstehen, sind mitversichert. Als Allmählichkeitsschäden werden solche Sachschäden bezeichnet, die durch die allmähliche Einwirkung von Temperatur, Gasen, Dämpfen, Feuchtigkeit oder Niederschlägen (z.B. Rauch, Ruß, Staub) entstehen.

Beispiel:
In einer Mietwohnung hat eine Pflanzenliebhaberin viele unterschiedliche Pflanzen stehen. Nach vielen
Monaten steht ein berufsbedingter Umzug an. Erst jetzt bemerkt die Pflanzenliebhaberin, dass beim Gießen der Pflanzen manchmal Wasser über den Rand der Blumentöpfe getreten ist. Hierdurch wurde der Bodenbelag beschädigt, das Parkett ist aufgequollen.

Verlust von fremden privaten Schlüsseln

Bei Verlust von fremden Privatschlüsseln (z.B. Miethausschlüssel), werden die Kosten für die notwendige Auswechslung der Schlösser/ Schließanlagen übernommen.

Fast jeder besitzt fremde Privatschlüssel, u.a. Schlüssel zur Mietwohnung. Doch was passiert bei einem Verlust? Wer übernimmt die Kosten für eine Auswechslung der Schlösser bzw. Schließanlage?

Um sich hier gegen abzusichern, ist ein Einschluss des Verlustes von fremden privaten Schlüsseln in der privaten Haftpflichtversicherung notwendig.

Beispiel:
Herr M. hat seinen Schlüssel zur Mietwohnung verloren. Im Haus befinden sich nicht nur Mietwohnungen, sondern auch gewerbliche Betriebe (z.B. Arztpraxis). Aus Sicherheitsgründen ist ein Austausch der zentralen Schließanlage erforderlich.

Benzinklausel

Schäden, aus dem Gebrauch von nicht zulassungs- oder versicherungspflichtigen Kfz, Arbeitsmaschinen oder Flugmodellen (bis 5 kg Fluggewicht) sind mitversichert. (z.B.: Rasenmäher, Schneeräumer, motorbetriebene Kinderfahrzeuge bis 6 Km/h, Modellautos- und boote)
Haftpflichtschäden sind nicht zu unterschätzen, die durch den Gebrauch von nicht zulassungs- oder
versicherungspflichtigen motorbetriebenen Fahrzeugen. Hierunter sind zu verstehen: Arbeitsmaschinen, Rasenmäher, Schneeräumer, Kraftfahrzeuge bis 6 km/h, Kinderfahrzeuge, Golfwagen etc.

Beispiel:
Herr M. mäht den Rasen mit seinen Aufsitzrasenmäher. Hierbei beschädigt er das parkende Auto seines Nachbarn. Die Reparaturkosten werden von der Privathaftpflicht des Herrn M. übernommen.

Gewässerschadenrisiko

Schäden durch Umwelteinwirkung, z.B. durch Farben, Lacke, Heizöl, etc. mit einem einzelnen
Fassungsvermögen bis zu 100 Liter und einem Gesamtfassungsvermögen bis zu 1000 Liter, auf
Gewässer einschließlich Grundwasser, sind mitversichert.

Für Folgen aus Gewässerschaden bildet das Wasserhaushaltsgesetz (kurz: WHG) die gesetzliche
Haftungsgrundlage. Die Tankbesitzer haften automatisch, wenn gewässergefährdende Substanzen aus der Anlage in ein Gewässer gelangen und einen Schaden herbeiführen.

Nach unserer Meinung sollten Schäden durch Anlagen mit einem einzelnen Fassungsvermögen bis zu 100 Liter und einem Gesamtfassungsvermögen bis zu 1000 Liter in der privaten Haftpflichtversicherung
eingeschlossen sein.

Beispiel
Farbeimer mit Lackfarbe: Herr K. lagert in seinem Hobbyraum angebrochene Farbeimer mit Lackfarbe. Hiervon ist eines nicht richtig verschlossen und kippt zufällig um. Herr K. bemerkt dies erst nach einigen Tagen. Jedoch konnte in der Zwischenzeit die Lackfarbe in das Erdreich versinken.

Heizöltank: Herr K. besitzt einen Heizöltank im Keller. Als er das Leck im Heizöltank bemerkt, verschließt er es sofort. Jedoch konnte trotz dessen Heizöl in das Erdreich gelangen.

Reiter oder Fahrer fremder Pferde oder Fuhrwerke

Hüter oder Reiter fremder Pferde, einschließlich des Führens und der Gebrauch von fremden
Pferdeführwerken zu privaten Zwecken, sind mitversichert.

Als Hüter oder Reiter fremder Pferde tritt in der Regel die Tierhalterhaftpflichtversicherung bei Schäden ein. Auch bei der Benutzung fremder Fuhrwerke ist dies der Fall. Doch was passiert, wenn keine Tierhalterhaftpflichtversicherung besteht. Hier sollte die private Haftpflichtversicherung in Anspruch genommen werden können.

Beispiel
Hüten fremder Pferde: Frau B erklärt sich bereit das Pferd Ihres Bekannten in dessen Abwesenheit zu
hüten. Als sie das Pferd zu Koppel führen möchte, tritt es plötzlich aus und beschädigt hierbei ein
parkendes Auto.
Benutzung fremder Fuhrwerke: Herr K. möchte seinen Heiratsantrag in einem besonderen Rahmen
verkündigen und überrascht hierzu seine Freundin mit einer romantischen Fahrt in einem Kutschwagen.
Während der Fahrt beschädigt Herr K. ein geparktes Auto.

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz sieht vor, „[…]dass niemand aufgrund seines Geschlechts, seiner Rasse oder ethnischer Herkunft, seiner Religion oder Weltanschauung, seines Alters, seiner sexuellen Identität oder aufgrund einer eventuell vorhandenen Behinderung benachteiligt werden darf“.

Um sich im Falle einer Diskriminierung rechtlich abzusichern, sollte ein Einschluss von Streitigkeiten nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz ohne jeglichen Beitragszuschlag in Ihrer Rechtsschutzversicherung gegeben sein.

Beispiel
Ihre Tochter wird an Ihrer Lehrstelle mit frauenfeindlichen Bemerkungen diskriminiert.

Hüten fremder Hunde

Bei vorübergehender Beaufsichtigung fremder Hunde, sind durch diese verursachten Schäden
mitversichert.

Als Hüter fremder Hunde tritt in der Regel die Tierhalterhaftpflichtversicherung bei Schäden ein. Doch
was passiert, wenn keine Tierhalterhaftpflichtversicherung besteht. Hier sollte die
private Haftpflichtversicherung in Anspruch genommen werden können.

Beispiel:
Frau B erklärt sich bereit den Hund Ihres Bekannten in dessen Abwesenheit zu hüten. Als sie die
restlichen Vorbereitungen für die anstehende Grillfeier am Abend erledigt, entwischt der Hund durch das versehentlich offene Gartentor. Auf der Straße beißt der Hund in das Bein einer Passantin.

Windsurfrisiko

Schäden, die durch die Nutzung eigener, geliehener oder gemieteter Surfbretter verursacht werden, sind mitversichert.

Im Urlaub an der Küste wird das eigene Surfbrett herausgeholt oder ein fremdes Surfbrett gemietet bzw. geliehen. Bei der Nutzung von Surfbrettern können Schäden verursacht werden. Nach unserer Meinung sollte deswegen ein Einschluss in der privaten Haftpflichtversicherung bestehen.

Beispiel:
Das Paar M. genießt im Sommer die Nordseeküste. Hier sind ein paar Surfer unterwegs. Das Paar M. überlegt sich ein Surfbrett zu leihen, um ebenso die Wellen zu reiten. Doch bei einem Wendemanöver prallt Herr M. mit einem anderen Surfer zusammen. Der andere Surfer verletzt sich hierbei, das fremde Surfbrett wird ebenfalls beschädigt.

Tätigkeit als Tagesmutter

Bei nicht gewerbsmäßiger Betreuung von Kindern, sind Schäden, die diese verursachen oder gar selbst erfahren, mitversichert.
Nicht nur die Eltern haften für ihre minderjährigen Kinder, wenn sie ihre Aufsichtspflicht verletzen. Auch Tagesmütter haften für die Schäden, welche von ihrem minderjährigen Tageskind verursacht wurde.
Deshalb ist es wichtig, dass die gesetzliche Haftpflicht für Tagesmütter in deren privaten Haftpflichtversicherung integriert ist.

Zu beachten:
– Einige Versicherer bieten sogar den Haftpflichtschutz für Tagesmütter an, wenn sie diesem im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen.

Beispiel:
Verletzung des Tageskindes: Frau K. betreut täglich das minderjährige Kind einer Bekannten. Hierfür erhält sie ein geringfügiges Entgelt. Kurz vor der Weihnachtszeit bastelt Frau K. mit dem Kind Weihnachtsschmuck. Hierbei verletzt sich das Kind mit der Schere. Die Eltern fordern Schadenersatz von der Tagesmutter.
verursachter Schaden durch ein Tageskind: Frau M. betreut täglich die beiden minderjährigen Kinder einer Bekannten. An einem schönen Sonnentag geht sie mit den Kindern zu einem Spielplatz.
Dort spielen die beiden Kinder mit anderen Kindern. Hierbei verletzt das eine zu betreuende Kind unbeabsichtigt einen fremden Jungen mit seiner Schaufel.

Bauherren

Das Bauherrenrisiko gilt auch für Schäden, die auf Grundstücken oder Baustellen passieren, obwohl die Bauherren keine direkte Schuld trifft. Das Bauherrenrisiko wird mit 100.000 EURO Bausumme
mitversichert.

Das eigene Wohnhaus stellt eine wichtige Komponente im Leben dar. Es ist ein wichtiger Rückzugspunkt. Wertsteigerungen des Wohnhauses durch bauliche Maßnahmen sind möglich, z.B. Anbau eines Wintergartens.
Ein Bauherr haftet auch für Schäden, die auf dem Grundstück oder der Baustelle passieren, obwohl ihn direkt keine Schuld trifft. Um hierdurch nicht den Versicherungsschutz einzuschränken, sollte ein Bauherrenrisiko bis zu 100.000 Euro in der Privathaftpflicht versichert sein.

Beispiel
Der Bauherr G. erweitert sein Haus um einen Wintergarten. Ein Freund des Bauherren besichtigt den Rohbau. Hierbei verletzt sich der Freund wegen unzureichender Absicherung des Rohbaus.

Deliktsunfähige Kinder

Kinder bis zum 7. Lebensjahr sind grundsätzlich nicht für ihr Handeln verantwortlich.

Ab dem 7. Lebensjahr, bzw. 10. Lebensjahr (im Straßenverkehr) bis zum 18. Lebensjahr sind Kinder ,
bzw. Jugendliche nur beschränkt deliktsfähig, d.h., sie sind nur dann für eine schädigende Handlung
verantwortlich, wenn sie bei der Vornahme der Handlung die zur Erkenntnis der Verantwortlichkeit
erforderliche Einsicht hatten.

In diesen Fällen entfällt die Prüfung der Aufsichtspflichtverletzung.
Den Hinweis „Eltern haften für Ihre Kinder“ ist hinreichend bekannt. Die Haftung tritt erst dann ein, wenn die Eltern ihre Aufsichtspflicht verletzt haben. Wenn ein Schaden durch ein minderjähriges Kind verursacht wurde und die Eltern ihre Aufsichtspflicht nicht verletzt haben, sind die Eltern nicht für den Schaden ersatzpflichtig.

Beispiel:
Eine Mutter ist mir ihrem minderjährigen Kind, das auf ihrem Dreirad unterwegs ist, auf dem Weg zu einem Spielplatz. Das Kind beschädigt mit dem Dreirad ein parkendes Auto.

Ehepartner/ Lebensgefährten und dessen Kinder

Ehepartner, Lebensgefährten, einschließlich seiner Kinder gelten als mitversichert.
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Neben dem Versicherungsnehmer sollten weitere Personen, die mit ihm in einer häuslichen Gemeinschaft wohnen, von dem Versicherungsschutz in der privaten Haftpflichtversicherung profitieren.

Hierunter fallen unter anderem: Der Ehepartner oder Lebensgefährte, minderjährige Kinder (auch Stief-, Adoptiv- und Pflegekinder), volljährige Kinder bis zum Abschluss der Erstausbildung.

Volljährige Kinder

Volljährige Kinder, die nach der Ausbildung arbeitslos sind, sind mitversichert, sofern sie unverheiratet sind und zu Hause wohnen.

Es sollten volljährige Kinder nach Abschluss der Erstausbildung den Versicherungsschutz der
private Haftpflichtversicherung der Eltern genießen können. Die Voraussetzung hierfür sollte sein: unverheiratet, in häuslicher Gemeinschaft mit dem Versicherungsnehmer und vorübergehende Arbeitslosigkeit.

Gefälligkeitshandlungen

Gefälligkeitshandlungen sind, wer eine Leistung zu Gunsten einer anderen Person ohne Zahlung eines
Entgelts oder einer anderweitigen Gegenleistung erbringt. Entsteht bei einer Gefälligkeitshandlung ein
Schaden ist dieser ohne Selbstbeteiligung bis 10.000 Euro versichert.

Im Alltag kommt es häufig zu Gefälligkeitshandlungen, für die kein Entgelt vereinbart wurde. Hierunter fällt z.B. die freundschaftliche Hilfestellung beim Umzug. Jedoch kann derjenige, der die Gefälligkeitshandlung durchführt, einen Haftpflichtschaden verursachen. Deswegen ist es wichtig, dass die private Haftpflichtversicherung bis zu einer Entschädigungssumme von 10.000 Euro in Anspruch genommen werden kann.

Beispiel:
K. hilft seinen Freund beim Umzug. Als K. ein Umzugskarton nach unten trägt, verliert er das Gleichgewicht und lässt den Karton aus Reflex, um sich selbst abzufangen, fallen. Die Gegenstände im Umzugskarton werden hierdurch irreparabel beschädigt.

Verlust von beruflichen Schlüsseln

Bei Verlust von beruflichen genutzten Schlüsseln, werden die Kosten für die notwendige Auswechslung
der Schlösser / Schließanlagen bis 40.000 EUR übernommen.

Fast jeder Angestellter besitzt beruflich genutzte Schlüssel bzw. Codekarten. Doch was passiert bei einem Verlust? Wer übernimmt die Kosten für eine Auswechslung der Schlösser bzw. Schließanlage? Um sich hier gegen abzusichern, ist ein Einschluss des Verlustes von fremden privaten Schlüsseln in der privaten Haftpflichtversicherung notwendig.

Beispiel:
Herr M. hat seine Codekarte zum Zugang in die Firma verloren. Der Arbeitgeber sperrt sofort die Codekarte und stellt eine Ersatzkarte aus. Hierfür fordert der Arbeitgeber die entstandenen Kosten bei Herrn M. ein.

Internetrisiko

Schäden aus der privaten Nutzung von Internet oder Email, wie dem Austausch, der Übermittlung und der Bereitstellung elektronischer Daten (z.B. im Internet, per Email oder mittels Datenträger) sind versichert.
Hierunter fallen auch bspw. Löschung, Veränderung von Dateien bei Dritten durch Computer-Viren sowie die Kosten zur Wiederherstellung der veränderten Dateien.In der heutigen modernen Zeit hat fast jeder einen Zugang zum Internet. Viele Angelegenheiten werden online oder per Email geregelt. Hierdurch sind Haftpflichtansprüche wegen Schäden aus der privaten Nutzung von Internet oder Email, z.B. der Austausch, die Übermittlung und der Bereitstellung elektronischer Daten möglich.

Beispiel:
Herr T. informiert sich im Internet über mögliche Reisemöglichkeiten im Sommer mit seinen Freunden. Die Informationen lädt er herunter und schickt diese seinen Freunden zu. Beim Herunterladen gelangt einComputervirus auf seinen Rechner. Diesen verschickt er unbewusst an seine Freunde. Der Rechner des HerrnT. und seiner Freunde wird durch das Computervirus lahm gelegt.

Ehrenamtliche Tätigkeit

Versichert ist eine nicht hoheitliche ehrenamtliche Tätigkeit und unentgeltliche Freiwilligenarbeit aufgrund eines sozialen Engagements. (z.B. Verein, Jugendarbeit, Bürgerinitiative etc.)

Die Freizeit verbringen viele Personen mit einer ehrenamtlichen Tätigkeit. Sie engagieren sich sozial ohne dafür ein Entgelt zu erhalten. Hierunter fällt z.B. Mitarbeit in der Kirche, Jugendarbeit, Vereine, Bürgerinitiative.
Im Rahmen einer ehrenamtlichen Tätigkeit können Haftpflichtschäden verursacht werden. Deshalb ist es nach unserer Meinung wichtig, dass Haftpflichtschäden während einer ehrenamtlichen Tätigkeit versichert sind.

Beispiel:
Frau Z. ist ehrenamtlich bei der Kirche tätig. Aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit als Psychologin besucht sie hilfsbedürftige Personen im Krankenhaus und steht ihnen als Seelsorgerin zu Verfügung. Während eines solchen Krankenbesuches beschädigt sie das Krankenbett eines Patienten.

Beitragsbefreiung bei Arbeitslosigkeit und Arbeitsunfähigkeit

Beim Vorliegen einer langfristigen Arbeitsunfähigkeit und unverschuldeter Arbeitslosigkeit wird der Vertrag beitragsfrei fortgeführt.

Eine unverschuldete Arbeitslosigkeit oder Arbeitsunfähigkeit kann jeden treffen. Um auch während der
Arbeitslosigkeit bzw. Arbeitsunfähigkeit vorerst Versicherungsschutz in der privaten Haftpflichtversicherung genießen zu können, ist eine Beitragsbefreiung inklusive vollem Versicherungsschutz vorteilhaft.

Die Dauer sollte auf einen bestimmt Zeitraum eingeschränkt sein. Aus unserer Sicht sind 12 Monate Beitragsbefreiung inkl. vollständigen Versicherungsschutzes angemessen.

Innovationsklausel

Künftige Verbesserungen der Bedingungen gelten automatisch und ohne Erhebung eines Mehrbeitrages.
Durch den Einschluss einer Innovationsklausel passt sich der Versicherungsschutz automatisch an die
aktualisierten Versicherungsbedingungen an. Hierunter fallen auch Erweiterungen des Versicherungsschutzes.
Ein Mehrbeitrag sollte nicht erhoben werden.

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