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Beitragserhöhung bei privaten Krankenversicherungen 2017

Nachdem die Kunden von privaten Krankenversicherungen in den letzten vier Jahren vergleichsweise glimpflich und ohne große Erhöhungen der Krankenkassenbeiträge davongekommen sind, wurden sie im Jahr 2016 kräftig zur Kasse gebeten. Für das Jahr 2017 sind von vielen Versicherungsgesellschaften wieder Erhöhungen geplant.

DIE GRÜNDE FÜR DIE STEIGENDEN BEITRÄGE DER PRIVATEN KRANKENVERSICHERUNG


So unterschiedlich wie die Tarife der einzelnen Versicherer, sind auch die Gründe, die die privaten Krankenkassenbeiträge in die Höhe schnellen lassen

– Zum Einen sind da die gestiegenen Gesundheitskosten für moderne und teurere Geräte, neue und schonende Verfahren bei den Operationen, neuartige Untersuchungsmethoden und auch neu zugelassene Medikamente. Das alles sind Gründe für die steigenden Krankenkassenbeiträge. Im Bereich stationärer Leistungen war in den vergangenen zehn Jahren eine Kostensteigerung von 41 Prozent notwendig, bei den zahnärztlichen Behandlungen waren es sogar eine Kostensteigerung von 79 Prozent.

– Zum Anderen: Auch die Verteuerung der Leistungen im Gesundheitswesen lassen die Krankenkassenbeiträge in die Höhe schnellen. Dies sind zum Beispiel steigende Preise bei Medikamenten oder Personalkosten durch höhere Lohnabschlüsse.

– Hinzu kommen sinkende Zinsen, die die Versicherer für die Altersrückstellungen erwirtschaften. Sinkt der Rechnungszins für die Beitragskalkulationen, müssen im Gegenzug auch die Kosten für bestehende alte und neue Verträge angehoben werden.

– Auch die steigende Lebenserwartung durch den medizinischen Fortschritt ist mitverantwortlich für die Steigerung der Krankenkassenbeiträge. Im Jahr 1995 lag die Lebenserwartung eines deutschen Mannes statistisch gesehen bei etwa 79,7 Jahren; 2014 waren es schon 85 Jahre. Dieser Zeitraum muss bei der Altersrückstellung mit bedacht werden und fließt bereits jetzt in die Berechnung der Krankenkassenbeiträge ein.

– Dank des medizinischen Fortschritts können heute Krankheiten, die noch vor wenigen Jahren als unheilbar galten, erfolgreich behandelt oder zumindest gelindert werden. Neuartige Techniken und Geräte ermöglichen gezieltere Behandlungen und erfolgsversprechende Operationen auch für ältere Versicherte.

Ungesunde Ernährung, Stress und Bewegungsmangel führen zu einer stetigen Zunahme der sogenannten Volkskrankheiten. Auch ein Anstieg bei Rückenerkrankungen, Depressionen und Burn-out, Diabetes mellitus sowie Herz und Kreislauf Erkrankungen nehmen zu. Schwerwiegende Folgeerkrankungen sind nicht selten. Dadurch kommt es zu unvorhersehbaren erhöhten Gesundheitskosten sowie steigenden Krankenkassenbeiträgen für alle Versicherten. Die Unternehmen der privaten Krankenkassen können die Krankenkassenbeiträge jedoch nicht eigenmächtig in einer beliebigen Höhe festsetzen, denn gemäß § 12 b VAG muss ein unabhängiger Treuhänder die Anpassung der Krankenkassenbeiträge kontrollieren und ihr zustimmen.

Dazu muss der Treuhänder vorab prüfen, ob die Berechnung für die Prämien mit den entsprechenden Rechtsvorschriften in Einklang steht. Die Versicherer müssen zu diesem Zweck alle dafür erforderlichen Berechnungen sowie statistische und kalkulatorische Nachweise zur Prüfung vorgelegen. Der unabhängige Treuhänder erteilt die Zustimmung zur Erhöhung der Krankenkassenbeiträge nur, wenn bestimmte Voraussetzungen dafür erfüllt sind.


WIE KANN DER VERSICHERUNGSNEHMER BEI STEIGENDEN KRANKENKASSENBEITRÄGEN TROTZDEM SPAREN?


Von einer Erhöhung der Krankenkassenbeiträge sind besonders ältere Menschen betroffen, denn ihr Tarif ist durch die fehlende Ansparzeit im Alter in der Regel höher.

– Eine Möglichkeit, die jeder private Versicherte im Falle einer angekündigten Erhöhung der Krankenkassenbeiträge hat, ist der Tarifwechsel zum Beispiel durch das sogenannte Umstufungsrecht. Denn wer seine Leistungen bei der privaten Krankenkasse verringert oder einen höheren Selbstbehalt vereinbart, kann kräftig sparen. So kann beispielsweise auf bestimmte Wahlleistungen im Krankenhaus verzichtet werden.
Da die meisten PKV-Unternehmen ihre Kunden nicht verlieren wollen, bieten sie oftmals auch alternative Tarife an, durch welche die monatlichen Beiträge reduziert werden können. In diesem Falle ist jedoch eine persönliche und ausreichende Beratung zwingend von nöten.

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KFZ-Versicherungen – Quelle: GDV

– Einzelne Versicherungsunternehmer haben spezielle Programme zur Entlastung der privaten Krankenkassenbeiträge entwickelt: Wenn Versicherungsnehmer beispielsweise schon in jungen Jahren mit ihrer privaten Krankenkasse einen höheren Beitrag vereinbaren, kann dieser mit guten Zinsen angelegt werden. Wer einen speziellen Vorsorgeplan mit seiner PKV-Gesellschaft vereinbart, kann mit einer von den privaten Krankenkassen garantierten Beitragssenkung im Rentenalter rechnen. Programme wie diese werden als Bestandteil der privaten Kranken-Vollversicherung sogar durch den Arbeitgeber bezuschusst.

– Eine weitere Möglichkeit der Leistungskürzung und einer damit verbundenen Senkung der monatlichen Beiträge ist der Verzicht auf den Chefarzt im Falle eines Krankenhausaufenthaltes. Je nach bestehendem Vertrag ist eine Beitragsersparnis von bis zu 100 Euro möglich. Jeder private Versicherungsteilnehmer sollte sich das genau überlegen – denn die spätere Wiederaufnahme der Leistung in den Vertrag kann teuer werden.

– Der Wechsel zu einem Basis- oder Standardtarif: Der Gesetzgeber hat auch an die spezielle Situation der älteren Versicherten gedacht und daher zwei Grundtarife eingeführt. Die Leistungen beim Wechsel in den Basistarif sind dabei vergleichbar mit den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen und die jeweiligen Krankenkassenbeiträge sind auf einen vorher festgelegten Höchstwert begrenzt.

– Der Wechsel zu einer anderen privaten Krankenkasse ist die letzte Möglichkeit, um die steigenden privaten Krankenkassenbeiträge abzufangen. Hier sollten jedoch besonders ältere Versicherungsnehmer bedenken, dass der neue Versicherer eine Gesundheitsprüfung durchführen lässt, die im schlechtesten Fall dazu führen kann, dass der gewünschte Versicherungsschutz nicht vergeben wird. Es gilt daher auch, sich im Vorfeld ausreichend zu informieren und die Leistungen der verschiedenen privaten Versicherungen zu vergleichen. Bestens dafür geeignet sind unabhängige Expertenratgeber wie der Vertragscheck zur PKV, der alle Verträge (und somit auch die Verträge der privaten Krankenkassen) auf Herz und Nieren prüft und die ideale Krankenkasse heraussucht.


WELCHE PRIVATEN KRANKENKASSEN ERHÖHEN IM JAHR 2017 IHRE KRANKENKASSENBEITRÄGE


Zum Jahreswechsel wird sich ein Großteil der Privatversicherten auf steigende Prämien einstellen müssen. Dabei wird es nicht nur für bereits Versicherte, sondern auch für Neukunden teurer. Wie hoch die PKV-Beitragsanpassungen 2017 ausfallen werden, steht im Einzelnen noch nicht fest. Viele Anbieter haben auch eine Beitragsgarantie bis Ende 2017 ausgesprochen.

Test private Krankenversicherung – Quelle: Youtube


PKV-BEITRAGSANPASSUNG 2017: WELCHE VERSICHERER IHRE PRÄMIEN ABÄNDERN


Egal ob gesetzlich oder privat krankenversichert – durch gestiegene Gesundheitskosten werden viele Krankenversicherte im neuen Jahr höhere Beiträge als bisher zahlen. Während sich in der gesetzlichen Krankenversicherung in diesem Monat herausstellt, ob und wie hoch der Beitrag im Schnitt ansteigen wird, steht für die private Krankenversicherung schon fest, dass die durchschnittliche Beitragserhöhung im zweistelligen Bereich liegen wird. Wie viel teurer genau die private Krankenversicherung durch die Beitragsanpassung 2017 wird, ist dabei schwer zu sagen. Der BAP-Guide von Gewa Comp informiert jedoch über erste Tendenzen bei den Beitragssteigerungen für Neu- und Bestandskunden sowie über Beitragsgarantien.

Siehe: http://www.kv-rechner2.de/bap-guide


PKV-BEITRAGSANPASSUNGEN 2017 BARMENIA UND GOTHAER


Die Barmenia passt ihre Prämien im Zuge der PKV-Beitragsanpassung 2017 in einigen Tarifen an. So werden wohl beispielsweise bereits versicherte Männer mit „easyflex start2“ und „easyflex start 2+“ mehr zahlen. Für Neukunden werden unter anderem die Angebote „einsA expert3“, „einsA prima1/2/3“ sowie „einsA prima2+“ teilweise teurer. Für eine Reihe der „eins“-Angebote hat der Versicherer allerdings auch eine Beitragsgarantie bis Ende 2017 für Neukunden ausgesprochen.

Bei der Gothaer deutet sich ebenfalls an, dass die Beiträge in vielen Tarifen stabil bleiben, etwa beim Unisex-Angebot „MediClinic U“. Allerdings kann die Gothaer dieses Versprechen nicht für alle Angebote der alten Tarifwelt geben. Hier zahlen Männer und Frauen noch unterschiedliche Beiträge. Eine PKV-Beitragsanpassung ist 2017 daher etwa bei „MediClinic“, „MediVita Z 90“ und für Männer bei „MediNatura P“ möglich. Für Neukunden werden viele Tarife günstiger. So sollen die Prämien zum Beispiel für „MediComfort“, „MediMPlus“ oder „MediClinic 2“ sinken. Mehr zahlen müssen Personen, die zur Gothaer gehen, voraussichtlich für „MediVita 250“ und „MediVita 500“.


AUCH HALLESCHE, DEBEKA, UND ALLIANZ MIT PKV-BEITRAGSANPASSUNGEN 2017


Mit niedrigen Beiträgen können Neukunden rechnen, die sich 2017 für die Hallesche und „Primo SB 2 Z plus“ oder „Primo SB 2 Z“ entscheiden. Teurer werden nach bisherigem Stand „NK-Bonus“, „NK.4“ und „NK.2“. Bei der Debeka stehen Beitragsanpassungen 2017 für neue Kunden an, die „N-SB“ für ihren Krankenversicherungsschutz wählen. Kinder und Jugendliche müssen dagegen wohl mehr für „NG“ zahlen. Für bereits Versicherte wird es dem Versicherungsjournal zufolge durchschnittlich um 8,5 Prozent teurer. Die Beitragsänderungen bei der Debeka treffen dabei 1,5 der 2,3 Millionen Vollversicherten.

Die PKV-Beitragsanpassungen bei der Allianz für Neukunden fallen voraussichtlich wie folgt aus: Der Versicherer erhöht seine Beiträge für „AMB90U“, „AMP90U“, „AMP90PU“, „AMP70PU“ und „AM90PU“. Eine Beitragsgarantie für Neukunden spricht er unter anderem für die Angebote „AMBSU“, „AMP 100U“ und „SPT01U“ aus.

Die HanseMerkur hat 2017 im Neugeschäft Beitragsanpassungen für sieben Tarife angekündigt, darunter „KVT1000“ und „KVS1“. uniVersa wird vermutlich unter anderem für „uni-ZA 80“, „uni-intro Privat 600“ sowie „uni-A 100“ die Prämien für neue Kunden nach oben korrigieren.


WEITERE ANPASSSUNGEN BEI DIESEN PKV-VERSICHERERN


Beim Deutschen Ring deuten sich Beitragsanpassungen sowohl nach oben als auch nach unten an. So wird der Tarif „Comfort +“ für Jugendliche etwas günstiger. Bei Kindern und Erwachsenen steigen die Prämien für Neukunden allerdings. Zudem verteuern sich „Esprit“, „Esprit M“, „Esprit MX“ und „Esprit X“ je nach Alter zwischen drei und 14 Prozent.

Der Tarif „Start Plus“ wird für Interessierte, die sich für Signal entscheiden, größtenteils günstiger. Nur Kinder zahlen mehr für das Angebot. Bei „Komfort“ und „Start“ erhöhen sich die Beiträge für Erwachsene.
Bei der Nürnberger stehen unter anderem Beitragserhöhungen für die Angebote der privaten Krankenversicherung „Top3“, „Top3+“, „Top6“ und „Top6+“ an. Die Prämien steigen dabei bis zu zehn Prozent.

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Beitragsanpassung PKV / GKV – Quelle: PKV


WELCHE PKV-ANBIETER Versicherte STABILE BEITRÄGE FÜR 2017 VERSPRECHEN


Einige Versicherer haben sowohl für Neu- als auch Bestandskunden eine Beitragsgarantie bis Ende 2017 ausgesprochen. So verspricht Inter beispielsweise bei „QualiMed Basis 600 U“, „QualiMed Exklusiv 300 U“ sowie „QualiMed Premium 300 U“ solide Prämien für ältere Versicherte. Auch uniVersa hat viele für Tarife eine Beitragsstabilität zugesagt wie „uni-VE 1300G“ oder „uni-VE 900 K“.

Beim Deutschen Ring können Bestandskunden der alten Tarifwelt darauf setzen, dass „D100“, „Plus“ sowie „ZN100“ nicht teurer werden. Ältere Männer haben diese Gewissheit auch für „Esprit M“. Weitere Beitragsgarantien gibt es für verschiedene Tarife. Diese sind jedoch abhängig vom Geschlecht und Alter des Versicherten. Signal verspricht Stabilität unter anderem für die Bisex-Tarife „Exklusiv 1“ und „Exklusiv-plus 2“