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Bestellerprinzip bei den Maklergebühren bald auch für Immobilienverkäufe?

Bereits seit dem 1. Juni 2015 gilt für deutsche Wohnungsmärkte das Bestellerprinzip für Maklergebühren. Wenn also Wohnungseigentümer lieber einen Mieter suchen lassen, statt sich selbst darum zu bemühen, müssen sie auch die damit verbundenen Kosten übernehmen. Zwar gibt es Immobilienmakler, die bereits eine Verfassungsbeschwerde dagegen erhoben haben – allerdings war diese erfolglos. Geht es nach dem Willen der SPD, könnte das Bestellerprinzip in nicht allzu ferner Zukunft auch beim An- und Verkauf von Immobilien Anwendung finden. Das würde den Käufern von Immobilien hohe Summen ersparen, die sie sonst in Form von Maklergebühren für Wohnungsvermittler drauflegen müssten.

WAS GENAU IST UNTER DEM BESTELLERPRINZIP BEI MAKLERGEBÜHREN ZU VERSTEHEN?


Das Prinzip ist im Grunde schnell erklärt: Wer einen Wohnungsvermittler beauftragt, der zahlt auch die dazugehörigen Maklergebühren. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um den Wohnungseigentümer bzw. Vermieter, der einen Makler beauftragt. Früher wurde die Maklercourtage dann einfach auf den neuen Mieter der Wohnung abgewälzt. Seit dem 1. Juni 2015 ist dies jedoch wegen dem Bestellerprinzip nicht mehr so ohne Weiteres möglich. Aber auch der umgekehrte Fall ist denkbar: Ein Mieter, der einen Makler mit der Wohnungssuche beauftragt, muss ebenso für dessen Courtage aufkommen.


GRÜNDE FÜR DAS BESTELLERPRINZIP BEIM WOHNUNGSKAUF


Nach Meinung der SPD sollen also die Immobilienverkäufer, die einen Wohnungsvermittler beauftragen, künftig dessen Kosten übernehmen. Maklerprovisionen werden vor allem in Gegenden mit starker Nachfrage oft als unverhältnismäßig hoch empfunden – sehr zum Ärgernis der Immobilienkäufer, für die durch den Aufpreis kein Mehrwert entsteht.

Je nach Objekt kann die Maklercourtage beim Immobilienkauf schnell in die Zehntausende gehen. Es entstehen also Beträge, die auch bei der Immobilienfinanzierung berücksichtigt werden müssen und die Laufzeiten eines Darlehens um mehrere Jahre verlängern können.

Was ist das Bestellerprinzip bei Maklergebühren?- Quelle: Youtube

Generell empfiehlt es sich, bei einem so wichtigen Ereignis wie einem Immobilienkauf auf Ratschläge und Erfahrungen von Experten zurückgreifen zu können. Schließlich ist der Kauf einer Immobilie für viele Menschen ein einmaliges Ereignis in ihrem Leben, welches jahrzehntelange Verpflichtungen mit sich bringt. Für die kostenfreie Beratung rund um die Baufinanzierung steht Dir Dein persönlicher Experte von feelix zur Seite. Für ein Beratungsgespräch kannst Du jederzeit einen Termin mit ihm vereinbaren!

Die Zeiten könnten für ein Bestellerprinzip beim Immobilienkauf kaum passender sein. Angesichts der dauerhaft niedrigen Bauzinsen entscheiden sich immer mehr Menschen dafür, endlich in die eigenen vier Wände zu ziehen, statt Miete zu zahlen. Diese Entwicklung erfreut sowohl Käufer als auch Verkäufer – und auch die Makler. Denn diese können durch die stark angestiegene Nachfrage deutlich höhere Provisionen verlangen. Je höher die Nachfrage in einem der Wohnungsmärkte, desto leichter fällt es ihnen, diese Provision in voller Höhe auf den Käufer abzuwälzen.


DIE VOR- UND NACHTEILE BEIM BESTELLERPRINZIP


Der wichtigste Vorteil liegt auf der Hand: Fallen die Maklergebühren für den Käufer weg, müssen beim Immobilienkauf weniger Anschaffungsnebenkosten gezahlt werden. Die zu finanzierende Summe fällt somit geringer aus und das Darlehen kann schneller getilgt werden. Das wiederum führt zu niedrigeren Kapitalkosten. Kurz: Das Darlehen lässt sich nicht nur schneller abtragen, es wird auch insgesamt günstiger. Folglich bietet sich durch den Wegfall auch die Gelegenheit, höhere Beträge zu finanzieren.

So kann Dein Einzug in die eigenen vier Wände möglicherweise schon deutlich früher stattfinden. Dennoch sollte auch in zinsgünstigen Zeiten die Faustformel beachtet werden, nach der bei einem Immobilienkauf mindestens 25 Prozent an Eigenkapital einfließen sollten.

Kredite durch Lebensversicherer – Quelle: GDV

Ein Nachteil des Bestellerprinzips kann darin liegen, dass der Makler künftig nur noch die Interessen des Verkäufers wahrnimmt. Der Wohnungsvermittler hilft also nicht mehr dem Wohnungssuchenden, eine passende Immobilie zu finden. Vielmehr hilft er dem Verkäufer, sein Objekt loszuwerden.

Daneben besteht die Gefahr, dass Wohnungsverkäufer die Maklercourtage von Anfang an mit in den Kaufpreis einkalkulieren. Dadurch kann es dazu kommen, dass bei der Beleihungswertprüfung der Bank, die Immobilie nicht den Wert des Kaufpreises erreicht und somit schwieriger zu finanzieren ist.


BESTELLERPRINZIP: WIE MACHEN ES ANDERE WOHNUNGSMÄRKTE IN EUROPA


In anderen Staaten Europas ist es längst üblich, dass die Maklercourtage von der Partei übernommen wird, die den Makler beauftragt hat. Ein Beispiel liefern die Wohnungsmärkte in den Niederlanden. Hier verhandeln die Makler oft erst noch mit den Verkäufern über die Maklergebühren.

Im Endeffekt hat sich so eine Courtage von durchschnittlich 1,5 Prozent etabliert. Auch die Wohnungsmärkte in Dänemark und in der Schweiz sind schon weiter, denn hier zahlt nämlich grundsätzlich der Verkäufer die anfallenden Maklergebühren für Wohnungsvermittler. Was auffällt: In anderen Ländern liegen die Maklergebühren meist deutlich unter denen, die hier in Deutschland üblich sind.

Ob mit oder ohne Maklercourtage: Vor dem Erwerb einer Immobilie solltest Du die richtige Baufinanzierung gefunden haben. Angebote bietet der Markt dafür genug, doch das erschwert nur die Frage, welche der gebotenen Finanzierungen auch die passende ist.

Schließlich müssen vielerlei individuelle Faktoren in die Überlegungen einbezogen werden. Du solltest beachten, dass derartige Darlehen Laufzeiten von mehreren Jahrzehnten haben können. Zeiträume also, die sich nur schwer überschauen – geschweige denn planen – lassen.

Die Online-Beratung durch einen Experten von feelix kann Dich bei vielen wichtigen Fragen rund um die Baufinanzierung weiterbringen: Wie hoch soll das Darlehen ausfallen? Welche monatlichen Raten sind zumutbar bei welchem Budget? Was geschieht, wenn das Einkommen ausfällt, weil der Hauptverdiener berufsunfähig wird? Gibt es hierfür Mittel und Wege der Absicherung? Dein feelix Experte kennt die Antwort auf diese und noch viele weitere Fragen rund um den Immobilienkauf.

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