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GESUNDHEITSPRÜFUNG MIT HILFE EINER RISIKOVORABANFRAGE


GESUNDHEITSPRÜFUNG MIT HILFE EINER RISIKOVORABANFRAGE


Bei unserem Artikel „feelix – Vertragscheck Berufsunfähigkeitsversicherungen“ gehen wir darauf ein, dass viele Versicherungen bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung, eine Gesundheitsprüfung mit Hilfe einer Risikovorabanfrage durchführen. In diesem Text wollen wir Dir verdeutlichen, weshalb eine fachkundige Hilfe wichtig ist und was passieren kann, wenn z.B. falsche Angaben bei den Gesundheitsfragen gemacht werden.

WO LIEGT DER UNTERSCHIED ZWISCHEN DER GESUNDHEITSPRÜFUNG UND DER RISIKOVORABFRAGE?


Zu Beginn stellen wir Dir in einer kurzen Übersicht die Gesundheitsprüfung und die Risikovorabanfrage vor:

Gesundheitsprüfung

Mit Hilfe einer Gesundheitsprüfung analysieren Versicherungen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass Du während der Vertragslaufzeit erkrankst und nicht mehr arbeiten kannst.

Risikovorabanfrage

Für den Fall, dass Du unter einer längerfristigen Erkrankung leidest, gibt es die Risikovorabanfrage, in der anonym die Erkrankungen angegeben werden und Du im Anschluss erfährst, wie gut die Chancen für den Abschluss einer BU stehen. Hierbei erfolgt kein Eintrag in der HIS-Sonderwagnisdatei.

WIE HILFT MIR FEELIX BEI EINER RISIKOVORABANFRAGE?


Dein feelix-Versicherungsexperte hilft Dir dabei, eine ausführliche Aufbereitung der Gesundheitshistorie durchzuführen. Nichts ist ärgerlicher, wenn man wirklich schwer erkrankt und einem die Versicherung die Berufsunfähigkeitsrente ausschlägt, weil bei der Gesundheitsprüfung keine Vorerkrankungen angegeben wurden. Des Weiteren hilft Dir der feelix-Experte beim Finden einer günstigen Risikovorabanfrage von 35 Gesellschaften.

Abschließend helfen Dir unsere Experten noch bei der Auswertung der Voranfrageergebnisse. Die Ausschlagung der Berufsunfähigkeitsrente ist nur eine der Konsequenzen die drohen, wenn man keine genauen Angaben bei der Gesundheitsprüfung macht. Oft folgen im selben Atemzug Begriffe wie eine vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung oder ein Eintrag in die HIS-Sonderwagnisdatei.

WAS IST DIE VORVERTRAGLICHE ANZEIGEPFLICHT DURCH DEN VERSICHERUNGSNEHMER?


Im Folgenden findest Du die Abschnitte aus dem Versicherungsvertragsgesetz (VVG), in denen die vorvertragliche Anzeigepflicht beschrieben ist. Im Kern sagt sie aus, dass Du dazu verpflichtet bist, Deine Erkrankungen beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung anzugeben. Die Versicherer fragen oftmals Erkrankungen aus einem bestimmten Zeitraum ab, wie z.B. aus den letzten 5 Jahren.

§ 19 Anzeigepflicht, VVG

(1) Der Versicherungsnehmer hat bis zur Abgabe seiner Vertragserklärung die ihm bekannten Gefahrenumstände, die für den Entschluss des Versicherers, den Vertrag mit dem vereinbarten Inhalt zu schließen, erheblich sind und nach denen der Versicherer in Textform gefragt hat, dem Versicherer anzuzeigen. Stellt der Versicherer nach der Vertragserklärung des Versicherungsnehmers, aber vor Vertragsannahme Fragen im Sinn des Satzes 1, ist der Versicherungsnehmer auch insoweit zur Anzeige verpflichtet.

(2) Verletzt der Versicherungsnehmer seine Anzeigepflicht nach Absatz 1, kann der Versicherer vom Vertrag zurücktreten.

(3) Das Rücktrittsrecht des Versicherers ist ausgeschlossen, wenn der Versicherungsnehmer die Anzeigepflicht weder vorsätzlich noch grob fahrlässig verletzt hat. In diesem Fall hat der Versicherer das Recht, den Vertrag unter Einhaltung einer Frist von einem Monat zu kündigen.

(4) Das Rücktrittsrecht des Versicherers wegen grob fahrlässiger Verletzung der Anzeigepflicht und sein Kündigungsrecht nach Absatz 3 Satz 2 sind ausgeschlossen, wenn er den Vertrag auch bei Kenntnis der nicht angezeigten Umstände, wenn auch zu anderen Bedingungen, geschlossen hätte. Die anderen Bedingungen werden auf Verlangen des Versicherers rückwirkend, bei einer vom Versicherungsnehmer nicht zu vertretenden Pflichtverletzung ab der laufenden Versicherungsperiode Vertragsbestandteil.

(5) Dem Versicherer stehen die Rechte nach den Absätzen 2 bis 4 nur zu, wenn er den Versicherungsnehmer durch gesonderte Mitteilung in Textform auf die Folgen einer Anzeigepflichtverletzung hingewiesen hat. Die Rechte sind ausgeschlossen, wenn der Versicherer den nicht angezeigten Gefahrumstand oder die Unrichtigkeit der Anzeige kannte.

(6) Erhöht sich im Fall des Absatzes 4 Satz 2 durch eine Vertragsänderung die Prämie um mehr als 10 Prozent oder schließt der Versicherer die Gefahrabsicherung für den nicht angezeigten Umstand aus, kann der Versicherungsnehmer den Vertrag innerhalb eines Monats nach Zugang der Mitteilung des Versicherers ohne Einhaltung einer Frist kündigen. Der Versicherer hat den Versicherungsnehmer in der Mitteilung auf dieses Recht hinzuweisen.

§ 20 Vertreter des Versicherungsnehmers, VVG

Wird der Vertrag von einem Vertreter des Versicherungsnehmers geschlossen, sind bei der Anwendung des § 19 Abs. 1 bis 4 und des § 21 Abs. 2 Satz 2 sowie Abs. 3 Satz 2 sowohl die Kenntnis und die Arglist des Vertreters als auch die Kenntnis und die Arglist des Versicherungsnehmers zu berücksichtigen. Der Versicherungsnehmer kann sich darauf, dass die Anzeigepflicht nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig verletzt worden ist, nur berufen, wenn weder dem Vertreter noch dem Versicherungsnehmer Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zur Last fällt.

§ 21 Ausübung der Rechte des Versicherers, VVG

(1) Der Versicherer muss die ihm nach § 19 Abs. 2 bis 4 zustehenden Rechte innerhalb eines Monats schriftlich geltend machen. Die Frist beginnt mit dem Zeitpunkt, zu dem der Versicherer von der Verletzung der Anzeigepflicht, die das von ihm geltend gemachte Recht begründet, Kenntnis erlangt. Der Versicherer hat bei der Ausübung seiner Rechte die Umstände anzugeben, auf die er seine Erklärung stützt; er darf nachträglich weitere Umstände zur Begründung seiner Erklärung angeben, wenn für diese die Frist nach Satz 1 nicht verstrichen ist.
(2) Im Fall eines Rücktrittes nach § 19 Abs. 2 nach Eintritt des Versicherungsfalles ist der Versicherer nicht zur Leistung verpflichtet, es sei denn, die Verletzung der Anzeigepflicht bezieht sich auf einen Umstand, der weder für den Eintritt oder die Feststellung des Versicherungsfalles noch für die Feststellung oder den Umfang der Leistungspflicht des Versicherers ursächlich ist. Hat der Versicherungsnehmer die Anzeigepflicht arglistig verletzt, ist der Versicherer nicht zur Leistung verpflichtet.
1. Die Rechte des Versicherers nach § 19 Abs. 2 bis 4 erlöschen nach Ablauf von fünf Jahren nach Vertragsschluss; dies gilt nicht für Versicherungsfälle, die vor Ablauf dieser Frist eingetreten sind. Hat der Versicherungsnehmer die Anzeigepflicht vorsätzlich oder arglistig verletzt, beläuft sich die Frist auf zehn Jahre.

VERMEIDE EINTRÄGE IN DER SONDERWAGNISDATEI


Die HIS-Sonderwagnisdatei ist eine Datenbank, in denen sämtliche Informationen von den Versicherten festgehalten werden. Darunter zählen z.B. die Angaben zu erhöhten Risiken für eine gewisse Zeitspanne. Da jährlich rund 4 Milliarden Euro an Schäden entstehen, versucht man mit der Sonderwagnisdatei, diesen vorzubeugen. Eine anonyme Risikovorabanfrage verhindert Einträge in der HIS. Der Ablauf gestaltet sich wie folgt:

Gesundheitsprüfungen

DAS SIND DIE HÄUFIGSTEN ERKRANKUNGEN, DIE ZUR BERUFSUNFÄHIGKEIT FÜHREN


Da die Entwicklungen leider zeigen, dass immer mehr Arbeitnehmer von psychischen Erkrankungen wie z.B. Burnout betroffen sind. Dies verdeutlicht, wie wichtig eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist. Hier siehst Du ein paar Fakten dazu:

• Im Jahr 2011 wurden in Deutschland 59,2 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund von psychischen Erkrankungen festgestellt.

• Nach Gesundheitsexperten und Krankenkassen sind bis zu 13 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland von Burnout betroffen.

• 20 Prozent aller Arbeitnehmer erleben Burnout-Phasen.

• Jeder fünfte Arbeitnehmer leidet bereits unter gesundheitlichen Stressfolgen, wie z.B. Schlafstörungen oder Herzinfarkt.

• Rund 41 Prozent aller Neuzugänge für die verminderte Erwerbsfähigkeit sind auf psychische Erkrankungen zurückzuführen.

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