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Pokemon Go Unfälle – wer zahlt im Schadensfall?

Und auf einmal sind sie überall: Pokémon Go Spieler. Seit dem deutschen Release am 13.07.2016 tummeln sich immer mehr Pokémon-Begeisterte scheinbar jeder Altersklasse an der frischen Luft. Mit dem Smartphone in der Hand und einer Powerbank in der Hosentasche gehen sie an der Straße oder in Parks entlang, gebannt auf ihr Display starrend, und scheinen ihre Umgebung vollkommen auszublenden. Manchmal bleiben sie auch plötzlich stehen oder sammeln sich in Scharen an bestimmten Plätzen.

Doch der Spielhype besitzt auch seine Tücken. Gedankenverlorene Spieler starren nur noch auf ihre Smartphonedisplays auf der Suche nach neuen Pokémons und nehmen ihre Umgebung gar nicht mehr wahr. Hunderte von Videoaufnahmen im Netz demonstrieren bereits eindringlich, was dann passieren kann. Von alltäglichen Anrempelattacken mit Passanten und fest verankerten Verkehrszeichen bis hin zu kuriosen Klippensprüngen ist das Spektrum für Pokemon Go Unfälle unendlich groß. Sach- und Personenschäden können da sehr teuer werden. Doch wer zahlt eigentlich im konkreten Schadensfall?


Was ist Pokemon Go

Zu Beginn sollte erst einmal geklärt werden, was man unter Pokémon Go zu verstehen hat. Pokémon Go ist ein App-Spiel für Smartphones und Tablets und wurde im Auftrag von Nintendo vom Softwareunternehmen Niantic Labs realisiert. Aktuell ist das Spiel nur für die Betriebssysteme iOS und Android erschienen, eine Version für Windows Phones scheint bislang nicht geplant zu sein.

Das Spielprinzip ist recht simpel, unterscheidet sich aber gravierend von den bekannten Pokémon-Spielreihen für die tragbaren Nintendo Spielekonsolen. Der Spieler kann mit seinem Smartphone die berühmten Taschenmonster fangen, sammeln, entwickeln und trainieren. Der Avatar bewegt sich während des Spielens auf einer virtuellen Landkarte und immer in Abhängigkeit zur tatsächlichen Positionierung des Spielers. Kurz gesagt: um den Avatar im Spiel zu bewegen, muss sich der Spieler auch durch die reale Welt bewegen. Für diese ungewohnte aber innovative Avatar-Steuerung greift die Pokemon Go App auf GPS-Daten sowie das Kartenmaterial von Google Maps zurück.

Pokemon Go Trailer – Quelle: Youtube/IGN

Auf der spielinternen Karte sind sogenannte Pokestops – markante Punkte wie Monumente, Denkmäler, Graffiti oder Stolpersteine – verteilt. Hier kann der Spieler, wenn er sich in ihrer unmittelbaren Nähe befindet, verschiedene Gegenstände erhalten. Des Weiteren finden sich überall auf der Karte Pokegyms, bei denen die Spieler mit ihren Pokemon gegeneinander kämpfen können. Die verschiedenen Pokemon erscheinen stets zufällig auf der Karte, bestimmte Pokemontypen finden sich dabei aber gehäuft an bestimmten Orten wie Gewebegebiete, Parks, Gewässer oder auch Krankenhäuser. Um alle Pokemon zu fangen, muss sich der Spieler also durch die reale Welt bewegen.


Der weltweite Hype um ein App-Spiel

Pokemon Go wurde weltweit von Millionen Fans lange herbeigesehnt. Mit dem offiziellen Release des Spiels wurden noch am selben Tag derart hohe Downloadzahlen erreicht, dass die Server immer wieder überlastet zusammenbrachen. Aus diesem Grund wurde die Veröffentlichung in Deutschland um zwei Tage verschoben, gebracht hatte es aber nichts. Bereits am 12. Juli brach Pokemon Go mit über 21 Millionen aktiven Nutzern alle Rekorde und überholte sozusagen in wenigen Stunden Candy Crush Sage als aktivstes Mobile Game in den USA. Und obwohl die App kostenlos ist, verdoppelte sich der Aktienwert von Nintendo schlagartig.

Der Spielhype ist bis heute ungebrochen und überall können passionierte Pokemon Go Spieler ausgemacht werden. Leider besitzt das leidenschaftliche Spielen auch seine Schattenseiten. So häufen sich die Pokemon Go Unfälle, weil die Spieler versunken im App-Spiel ihre reale Umgebung vollkommen ausblenden.


Die Tücken der Taschenmonsterjagd

Im ersten Moment scheint Pokémon Go vor allem gesundheitliche Vorteile mit sich zu bringen. Einige Ärzte und Psychotherapeuten begrüßen sogar das neue Spielprinzip, da sich Kinder und Jugendliche nun endlich mehr – und vor allem freiwillig – bewegen und sich generell öfters an der frischen Luft aufhalten. Und auch Personen mit Sozialphobien scheinen Vorteile aus dem neuen Spiel zu ziehen. Es scheint ihnen leichter zu fallen, mit fremden Menschen zu reden und neue Kontakte zu knüpfen.

Generell ist diese neue und gesündere Lebensweise zu begrüßen. Doch leider häufen sich auch immer mehr Meldungen über Pokemon Go Unfälle mit Sach- und Personenschäden. Pokémon Go Spieler achten nicht mehr ausreichend auf ihre Umgebung, übersehen Gefahrenquellen oder stellen selbst eine Bedrohung für andere dar. Vor allem spielsüchtige Rad- und Autofahrer können sehr hohe Sach- und Personenschäden verursachen. Im Internet kursieren bereits hunderte von Handyvideos und Berichterstattungen solcher Pokemon Go Unfälle. So raste erst vor wenigen Tagen ein Autofahrer in den USA in an der Straßenseite parkende Fahrzeuge, weil er beim Fahren ein Pokémon fangen wollte.

Auch zwei Männer aus Kalifornien ereilte ein tragisches Schicksal. Während sie einem Pokémon hinterherjagten und dabei nicht von ihren Smartphones aufblicken konnten, übersahen sie eine Klippe und stürzten in den Abgrund. Zudem häufen sich Meldungen zu Raubüberfällen an Pokéstops.

Generell leben unachtsame Spieler gefährlich. Oft gibt es Zusammenstöße mit anderen Personen oder Gegenständen, das eigene Smartphone fällt herunter und geht dabei zu Bruch, der Fahrzeugverkehr wird beim spielversunkenen Laufen ignoriert und leichte bis schwere Pokemon Go Unfälle sind die Folge.

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Pokemon Go Unfälle – sei wachsam!


Wer zahlt wann welchen Schaden?

Aus einer Unachtsamkeit kann schnell ein großer Schaden entstehen. Leichte Blessuren und Sachschäden sind dabei noch die harmlosen Folgen. Doch auch schwere Pokemon Go Unfälle mit bleibenden körperlichen Schäden sind möglich. Prinzipiell kommen die Versicherungen im Schadensfall für die entstehenden Rechnungen auf. Doch nicht jede Versicherung sieht sich hierbei in der Pflicht.


Private Haftpflicht

Pokemon Go Unfälle, bei denen Schäden durch konzentriertes Starren auf den Smartphonebildschirm entstehen, werden in der Regel von der privaten Haftpflicht übernommen. Hierzu zählen Schäden beim Umrennen einer anderen Person oder wenn Fahrräder und Pkws beim Ausweichen verunglücken. Denn wer seine Umgebung und Mitmenschen einfach vergisst, im Leichtsinn handelt oder wem beim Spielen ein Missgeschick passiert, der hat den Schaden nicht vorsätzlich herbeigeführt. Vorsätzliche Schäden werden indes nicht von der privaten Haftpflicht übernommen. Um für eventuelle Pokemon Go Unfälle gewappnet zu sein, sollten Eltern daher auch überprüfen, ob die eigenen Kinder in einer Familienhaftpflicht mitversichert sind.

Die 6 gruseligsten Pokmeon Go Unfälle – Quelle: Youtube


KFZ-Haftpflicht

Einen besonderen Fall stellen Pokemon Go Unfälle dar, wenn ein Spieler während des Autofahrens einen Unfall verursacht. Hier greift in der Regel die Kfz-Haftpflichtversicherung. Je nach den Umständen kann dem Unfallgegner auch ein Mitverschulden zur Last gelegt werden. Dies muss im Einzelfall aber geklärt werden. Bei einer festgestellten Mitschuld des Fußgängers würde die Leistung der Kfz-Haftpflicht gemindert werden. Anders sieht es auch, wenn Pokemon Go Unfälle durch das Spielen des Autofahrers selbst verursacht wurden. In diesem Fall liegt grobe Fahrlässigkeit des Fahrers vor und der Schutz der Vollkaskoversicherung könnte entfallen. Ungeachtet dessen greift die Haftpflicht es Fahrer immer.

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Monster im feelix Headquarter


Private Unfallversicherung

Wer selbst durch eine Unachtsamkeit verunglückt, läuft Gefahr, dauerhafte körperliche Schäden davonzutragen und zum Invaliden zu werden. Vor allem bei Kollisionen mit fahrenden Pkws ist dieses Risiko besonders hoch.

Bei Pokemon Go Unfälle, die dauerhafte körperliche Schäden zur Folge haben, greift die private Unfallversicherung – egal, ob die Schäden leichtsinnig oder grob fahrlässig verursacht wurden. Leidenschaftlichen Pokemon Go Spielern ist daher eine private Unfallversicherung mit einer entsprechend hohen Versicherungssumme ans Herz gelegt.


Achtsames Spielen und die richtigen Versicherungspakete

Der Startbildschirm von Pokemon Go warnt nicht ohne Grund: „Bleibe wachsam. Behalte immer deine Umgebung im Auge!“. Um Pokemon Go Unfälle zu vermeinden, ist beim Spielen immer ein achtsamer Blick auf das eigene Umfeld ratsam. Vor allem im Straßenverkehr muss man zu allererst auf potentielle Gefahrenquellen achten, bevor der Blick wieder zum Display schweifen kann. Doch auch eine gute Absicherung für alle Fälle ist nicht verkehrt, um bösen Überraschungen zuvorzukommen.

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