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Wie schütze ich mich vor Elementar- und Wetterschäden

Ob Hausbesitzer, Wohnungseigentümer oder Mieter von Wetterschäden und Elementarschäden kann jeder schneller betroffen sein als ihm lieb ist. Viele vergessen dabei wie wichtig ein passender Versicherungsschutz ist. Schließlich möchte man im Notfall nicht auf seinen Kosten sitzen bleiben. Aber welche Versicherungen decken auch Elementarschäden ab? Und worauf sollte noch bei der Suche nach einer geeigneten Elementarschäden-Versicherung geachtet werden? All dies und weitere wichtige Fragen zu dieser Thematik erklärt der folgende Ratgeber ausführlich und gibt noch dazu nützliche Tipps.

Warum kommt es immer öfter zu Wetterschäden?

In den letzten Jahren haben sich die Wetterschäden in Deutschland aufgrund von Unwetter in Form von Sturmböen, Gewitter, Starkniederschlägen und den damit verbundenen Überflutungen gehäuft.

In einigen Bundesländern von Deutschland konnten sogar bereits Tornados beobachtet werden, wobei ein Tornado im Juni 2016 in Ostwestfalen im Stadtteil Minden für starke Verwüstungen sorgte und Trümmerteile bis zu 250 Meter weit weg schleuderte.

Laut des Naturgefahrenreports 2015 haben in 2014 Naturgewalten zu Schäden an rund 850.000 Wohnungen und Hausrat in Deutschland geführt.

Dabei entstand ein Schaden von knapp 1,2 Milliarden Euro. Der Grund für die immer intensiver und häufiger ausfallenden Unwetter ist der Klimawandel sprich die Globale Erwärmung. Durch die steigenden Temperaturen wird die Luft wärmer und dass führt wiederum dazu, dass sie mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann. Das ist die „beste“ Voraussetzung für die Entstehung von Extremwetter.

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Welche Region sind besonders betroffen?

Von Wetterschäden sind einige Regionen in Deutschland aufgrund von Unwettern sehr häufig betroffen. In den letzten Jahren war der Osten Deutschland besonders häufig von Hochwasser und den damit verbunden Überflutungen betroffen. Das liegt an der Nähe zu Tschechien, dem Verlauf der Tiefdruckgebiete und den Gebirgsformationen in Deutschland.

In ost- westlicher Richtung bildet die Formation vom Mittelgebirge eine Art Mauer, welche wie ein Staudamm wirkt. Wenn der Wind gen Norden weht, wird so die feuchte Luft zum Beispiel aus dem Mittelmeergebiet gegen das Mittelgebirge gedrückt, wodurch die Feuchtigkeit kondensiert und Regen entsteht. Das bedeutet aber nicht, dass sich andere Regionen nicht um einen ausreichenden Schutz in Form einer passenden Versicherung kümmern müssen, da es keine Region in Deutschland gibt, welches gänzlich von Unwettern verschont wird. Überschwemmungsgefahr besteht nicht nur an Elbe und Oder sondern auch an Rhein und Mosel.

GDV-Statistik: Schäden Hausratversicherung in 2014
Sturm/Hagel: 100.000 Fälle
Elementarschäden: 30.000 Fälle
Feuer: 330.000 Fälle

Dabei führten in 2014 alleine die Elementarschäden zu durchschnittlichen Kosten pro Haushalt von 3.035 Euro.

Wetterschäden: Mit welchen Versicherungen kann ich mich schützen?

Zunächst sollte man wissen, dass es keine Universalversicherung gibt, die sowohl Wetterschäden als auch Elementarschädenabdeckt. Es gibt einzelne Versicherungen, die sich die Schäden quasi aufteilen. So gibt es zum einen die spezielle Elementarschaden-Versicherung, die den Versicherten gegen Schäden absichert, die durch das Wirken der Natur hervorgerufen worden sind.

Zu den Elementarschäden gehören unter anderem Sturm ab Windstärke 8, Hagel, Erdbeben, Überschwemmungen, Schneedruck, Erdsenkung und Vulkanausbrüche. Je nachdem um welchen Schaden es sich handelt, greift dann die jeweilige Versicherung ein. Über die Gebäude- und Hausratversicherung sind Schäden aufgrund von Hagel, Sturm oder Blitzschlag abgesichert. Wobei die Elementarschaden-Versicherung zum Beispiel Schäden übernimmt, die durch Erdbeben, Rückstau, Schneedruck und Überschwemmungen verursacht worden sind. Diese Versicherung wird in der Regel in Kombination mit einer Gebäude- und Hausratversicherung abgeschlossen.

Bei guten Versicherungsgesellschaften in diesem Gebiet besteht zudem noch die Möglichkeit Einzelgefahren noch zusätzlich abzusichern. Um einen guten Versicherungsschutz gegen Wetterschäden und Elementarschäden zu finden, hilft unser kostenloser Vertragscheck. Dazu später aber mehr.

Quelle:

http://www.gdv.de/versicherungen/elementarschadenversicherung/

Um sich gegen Wetterschäden und Elementarschäden abzusichern sollten Mieter daher unbedingt eine Hausratversicherung mit dem Zusatz Elementarschäden abschließen. Eine klassische Hausratversicherung deckt in der Regel Schäden, die durch Sturm, Hagel, Leitungswasser, Feier, Einbruch und Diebstahl und manchmal auch durch Explosion, Vandalismus und Blitzschlag ab.

Werden auch zusätzlich Elementarschäden mitversichert, sind auch Schäden durch Naturgewalten abgesichert. Viele Haushalte machen den Fehler und verzichten bewusst auf einen zusätzlichen Schutz gegen Elementarschäden, da sie in Regionen Deutschlands wohnen in denen Lawinen oder Erdbeben eher unwahrscheinlich sind.

Allerdings entstehen in den letzten Jahren immer häufiger auch in nicht typischen Regionen Elementarschäden zum Beispiel aufgrund von Überschwemmungen. Sei es der Ersatz von Trockner, Waschmaschine oder die Kosten für das Auspumpen des Kellers nach Starkregen und die Entsorgung von beschädigten Gegenständen: Diese Schäden werden von der Versicherung nur übernommen, wenn in der Hausratversicherung auch ein Versicherungsschutz gegen Elementarschäden eingeschlossen ist.

Eigentümer benötigen zunächst eine Wohngebäudeversicherung mit einer zusätzlichen Elementarschaden-Versicherung, damit ein Rundum-Schutz gewährleistet ist. Über die Wohngebäudeversicherung sind grundsätzlich alle mit dem Gebäude fest verbundene Gebäudeteile gegen Schäden versichert. Dazu gehören unter anderem Treppen, Türen und Fenster.

Zu den versicherten Schadensursachen gehören bei dieser Versicherungspolice folgende: direkter Blitzeinschlag, Explosion und Implosion, Leitungswasser, Sturm, Hagel und Brand. Zusätzlich zum Basis-Schutz können Versicherte auch Überspannungsschäden, die durch blitzbedingte Überspannung entstanden sind sowie Elementarschäden gegen einen Aufpreis versichern lassen. Zu den zusätzlichen Elementarschäden gehören dann zum Beispiel Schäden durch Lawinen und Überschwemmungen.

Hausratversicherung für Eigentümer

Dringend anzuraten ist dann noch ein zusätzlicher Schutz über eine Hausratversicherung. Diese übernimmt dann nämlich die Schäden an den beweglichen Gütern wie an Elektrogeräten, Teppichen, Möbel, Kleidung sprich alles was in der Wohnung, im Keller aber auch auf Terrasse oder Balkon in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Das gilt allerdings nur für Schäden, die durch einen Blitz oder Sturm verursacht wurden. Entsteht ein Wasserschaden durch ein geöffnetes Fenster, was man vergessen hat zu schließen, muss der Schaden selbst getragen werden. In einigen Versicherungen sind auch Überspannungen im Stromnetz nicht mitversichert, daher sollte grundsätzlich jedoch Police sorgfältig gelesen werden, um bei Bedarf noch Zusatz-Leistungen mitzuversichern.

Private Haftpflichtversicherung bei Wetterschäden

Nicht zu unterschätzen ist ebenfalls der Schutz über eine private Haftpflichtversicherung, denn diese kann ebenfalls Wetterschäden abdecken. Wird zum Beispiel ein Blumenkasten durch einen Sturm vom Balkon gerissen und trifft einen Passanten oder fällt der Baum von einem Gartenbesitzer auf das Auto des Nachbarn, können diese Schäden über die Versicherung reguliert werden.

Wetterschäden: Wie hoch sind die Kosten bei einer Hausrat- und Wohngebäudeversicherung?

Wie teuer eine Hausratversicherung ist, hängt von dem Schadensrisiko in der jeweiligen Region ab. In Deutschland werden die einzelnen Regionen nach ihrem Schadensrisiko in 6 Tarifzonen eingeteilt.

Als besonders gefährdet für Vandalismus und Einbrüche gelten zum Beispiel Großstädte, daher sind in diesen Gebieten die Beiträge höher.

In ländlichen Regionen ist das Risikopotenzial in diesem Bereich in der Regel geringer, so dass die Beiträge dementsprechend günstiger sind. In der Regel belaufen sich die jährlichen Kosten für eine Hausratversicherung zwischen 50 und 120 Euro. Werden Zusatz-Leistungen beansprucht, steigt der Beitrag natürlich dementsprechend. Bei einer Wohngebäudeversicherung verhält es sich mit der Beitragsberechnung ähnlich, auch hier werden die 6 Tarifzonen berücksichtigt.

Bei beiden Versicherungsarten hat allerdings die Hochwassergefahr den größten Einfluss auf die Beitragshöhe. Die Wahrscheinlichkeit für eine Flut wird dabei von jeder Versicherung individuell berechnet.

Die Grundlage bildet hier das Zonierungssystem für Überschwemmungen, Rückstau und Starkregen, die aus den Daten der amtlichen Wasserämter gebildet wird. Dabei gibt es insgesamt 4 Zonen bzw. Risikostufen, die wie folgt aussehen:

Zone 1: weniger als alle 200 Jahre Entstehung von Hochwasser
Zone 2: alle 50 bis 200 Jahre Hochwasser
Zone 3: alle 10 bis 50 Jahre Hochwasser
Zone 4: mindestens alle 10 Jahre Hochwasser

Ebenfalls miteinbezogen wird die Wahrscheinlichkeit eines Erdbebens, wobei die anderen Elementarschäden einheitlich eingerechnet werden. Es besteht sogar in einigen Bundesländer die Möglichkeit über ein Online-Portal das Risiko der eigenen Immobilie berechnen zu lassen. Je nachdem in welcher Tarifzone das Haus liegt, können die Kosten für eine Elementarschaden-Versicherung sehr hoch sein. Meistens verlangen die Versicherungsgesellschaften noch eine Selbstbeteiligung, die zwischen 500 und 5.000 variieren kann. Es gibt sogar Policen, die den Versicherungsschutz verweigern, wenn man in einem Bereich mit enorm hohen Überschwemmungsrisiko wohnt.

Wetterschäden: Wie finde ich eine günstige Versicherung?

Wer sich auf die Suche nach einem Rundum-Schutz vor Wetterschäden und Elementarschäden begibt, hat inzwischen die Qual der Wahl. Auf dem Versicherungsmarkt tummeln sich viele verschiedene Anbieter und so gibt es auch enorme Preis- und Leistungsunterschiede, umso wichtiger ist es gründlich zu vergleichen und die Konditionen der einzelnen Policen zu vergleichen.

Besonders im Bereich der abgedeckten Wetterschäden und Elementarschäden gibt es große Unterschiede. Auch wer bereits der Meinung ist ausreichend versichert zu sein, sollte seine Unterlagen regelmäßig überprüfen und gegebenenfalls wechseln. Policen die vor einem Jahr günstig waren, können jetzt schon wieder überteuert sein. Natürlich ist das mit einem großen Aufwand verbunden, weshalb sich viele Verbraucher erst gar nicht damit beschäftigen wollen.

Für Abhilfe sorgt hier der kostenlose Vertragscheck. Dieser verschafft einem nicht nur einen Überblick über all seine Vertragsunterlagen, er hilft einem auch dabei einen neuen günstigen Vertrag bzw. eine Versicherung zu finden.

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