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Typklassen 2017 – KFZ-Versicherung

Die Typklasse beschreibt einen definierten Index, durch den die Versicherungsprämie für ein Kfz festgelegt wird. Die Typklasse definiert sowohl die Versicherungsprämie für eine Kfz-Haftplicht als auch die Höhe einer Kaskoversicherung. Generell gilt, ist das Kfz in eine hohe Typklasse eingestuft, muss der Versicherungsnehmer mehr bezahlen als für ein Kfz in niedrigeren Typklassen. Die Versicherungsprämie wird mit steigender Typklasse teurer.

TYPKLASSEN 2017 – WIE WERDEN TYPKLASSEN ERMITTELT?


Die Einstufung eines Kfz in eine Typklasse erfolgt nach dem Schadensbedarf. Zur Ermittlung des Schadensbedarfs eines Kfz wird die Unfall- und Schadensbilanz des Fahrzeugtyps herangezogen. Hat ein bestimmter Fahrzeugtyp viele Schadens- und Unfallmeldungen hervorgerufen, wird er dementsprechend in eine hohe Typklasse eingestuft. Daher sind Autotypen, die bei Fahranfängern beliebt sind, in der Regel in eine hohe Typklasse eingestuft. Die kleinste Einstufungsmöglichkeit ist die Typklasse 10. In dieser Typklasse finden sich häufig Oldtimer wieder, die selten gefahren und besonders liebevoll behandelt werden. Vor dem Kauf eines Autos ist es daher ratsam, die Typklasse des jeweiligen Kfz zu ermitteln.

TYPKLASSEN 2017 – WELCHE SCHÄDEN WERDEN IN DEN INDEX EINBEZOGEN?


Zu den im Index berücksichtigen Schäden gehören Unfälle (Verkehrsunfälle), Fahrzeugbrände, Glasschäden, Teilentwendungen (Diebstähle). Allerdings zählt für die Ermittlung der Haftpflichttypklasse der Verkehrsunfallindex, die restlichen Schadensarten spielen für die Kaskoversicherung eine Rolle.


TYPKLASSEN 2017 – WELCHE WEITEREN FAKTOREN SPIELEN FÜR DIE VERSICHERUNGSPRÄMIE EINE ROLLE?


Die Kfz-Versicherungsprämie wird nicht ausschließlich aus den Typklassen ermittelt. Ein weiterer wichtiger Faktor stellt die sogenannte Regionalklasse dar. Die Regionalklasse wird unabhängig vom Fahrzeug ermittelt und wird durch den Hauptwohnsitz des Fahrzeughalters definiert. Das bedeutet, die Wohngegend ist für die Einstufung in eine bestimmte Regionalklasse wichtig und spielt bei der Kfz-Versicherungsprämie eine Rolle. Der Faktor Sicherheit ist für die Bestimmung der Regionalklasse entscheidend.

Werden in der Wohngegend die Autos häufig aufgebrochen oder gilt die Wohngegend als unsicher, wird der Fahrzeughalter automatisch in eine höhere Regionalklasse eingestuft. Des Weiteren spielen auch örtliche Besonderheiten, die Fahrweise und die Unfallhäufigkeit in der Region eine Rolle. Aus den genannten Gründen ist die Regionalklasse in ländlichen Regionen häufig niedriger als in der Stadt. Das Verkehrsaufkommen ist auf dem Land niedriger, die Unfallhäufigkeit geringer und der ermittelte Indexwert geringer. Die Versicherungsprämie ist für dasselbe Kfz in ländlichen Regionen niedriger, als in der Stadt.


TYPKLASSEN 2017 – UNTERSCHIEDE IN DEN TYPKLASSEN BEI HAFTPFLICHT UND KASKO

Wer bereits ein Auto oder Motorrad versichert hat, weiß, dass das Kfz in unterschiedliche Typklassen für Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko eingestuft ist. Die Unterschiede kommen durch verschiedene Risikogruppen zustande. Eine Haftpflichtversicherung sichert andere Risiken ab, als Teilkasko- und Vollkaskoversicherung. Durch die unterschiedlichen Risiken gibt es für jede Versicherungsart eine eigene Typklasseneinordnung. Der jeweilige Index zur Bestimmung der Typklasse für ein Kfz wird rein rechnerisch ermittelt. Zur Ermittlung ist die Schätzung der Schadenswahrscheinlichkeit wesentlich.

Das Versicherungsunternehmen muss die Risiken abdecken und bestimmen, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Schaden an dem Fahrzeug reguliert werden muss. Durch die Vollkaskoversicherung werden andere Risiken abgedeckt und Schäden reguliert, die in der Teilkasko- und Haftpflichtversicherung nicht vorkommen. Der Index zur Typklassenbestimmung muss also separat ermittelt werden.

KFZ-Versicherungen – Quelle: GDV

Als praktisches und anschauliches Beispiel dient ein neuer Oberklassewagen, beispielsweise Mercedes. Der Mercedes ist in der Teilkaskoversicherung teurer als in der Vollkaskoversicherung. Die unterschiedliche Typklasseneinstufung liegt daran, dass der Fahrzeugtyp häufig gestohlen wird, dafür seltener in der Unfallstatistik auftaucht. Die geringe Unfallbeteiligung des Fahrzeugtyps wirkt sich positiv auf die Vollkaskoversicherung aus, bleibt aber bei der Teilkaskoversicherung unberücksichtigt.


TYPKLASSEN 2017 – WELCHE TYPKLASSEN GIBT ES?


Die Typklassen sind für Haftpflicht-, Teilkasko- und Vollkaskoversicherung unterschiedlich. Alle Versicherungsarten beginnen mit der Typklasse 10. Die höchste Typklasse in der Haftpflichtversicherung ist 24. Die Teilkaskoversicherung hat Typklassen bis 33 und die Vollkaskoversicherung kennt zusätzlich noch die Typklasse 34. Je höher die Typklasse, desto teurer ist die Kfz-Versicherungsprämie.


TYPKLASSEN 2017 – WER ERMITTELT DIE TYPKLASSEN UND IST DIESE FÜR DEN VERSICHERER VERBINDLICH?


Die Typklasse eines Fahrzeuges wird jedes Jahr von einem Treuhänder ermittelt und vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) festgelegt. Die jährliche Ermittlung ist für Versicherer nicht verbindlich. Allerdings richten sich die meisten Versicherer in der Ermittlung der Versicherungsprämie nach aktueller Typklasse und Regionalklasse. Wird ein Fahrzeug in eine neue Typklasse eingestuft und erhält der Versicherungsnehmer einen neuen Beitrag, so hat er ein außerordentliches Kündigungsrecht. Der Vergleich verschiedener Versicherungsunternehmen lohnt sich im Bereich Kfz-Versicherung.


TYPKLASSEN 2017 – WAS ÄNDERT SICH 2017?


Die GDV hat die Typklassen für rund 27.000 Fahrzeugmodelle für das kommende Jahr bestimmt. Dabei hat die GDV ermittelt, dass sich die Typklassen lediglich für rund 3 Prozent der Fahrzeugmodelle um mehr als eine Stufe ändern. Die Änderung der Typklasse für ein Kfz kann für den Versicherten sowohl positiv als auch negativ ausfallen. Wird das Kfz in eine niedrigere Typklasse eingestuft, dann hat das positive Auswirkungen auf die Versicherungsprämie. Die Einstufung des Kfz in eine höhere Typklasse kann merklich ins Geld gehen. Selbst die Höherstufung um eine einzige Typklasse ist für Versicherte, deren Schadenfreiheitsrabatte sehr gering sind, kostenintensiv.

Typklassen KFZ (GDV) – Quelle: Youtube


TYPKLASSEN 2017 – WELCHE KFZ-TYPEN WURDEN SCHLECHTER GESTUFT?


Änderungen gibt es beispielsweise für Besitzer des Opel Mokka 1.6 CDTi mit 136 PS. Der Fahrzeugtyp hat sich in der Haftpflichtversicherung gegenüber dem Vorjahr um drei Typklassen verschlechtert. Wer einen Audi A5 2.0 TSFI (230 PS, 1. Generation) fährt, der muss in der Teilkaskoversicherung mit einer erheblichen Beitragserhöhung rechnen. Der Fahrzeugtyp hat sich um insgesamt vier Typklassen 2017 verschlechtert.

Besitzer der BMW Modelle Gran Tourer 216i, 218i, 225xe, 220i und BMW 2er Active müssen sich ebenfalls auf steigende Versicherungsprämien einstellen. Die genannten BMW Modelle wurden in der Haftpflichtversicherung und in der Vollkaskoversicherung jeweils um drei Typenklassen höher gestuft. Weitere Änderungen einzelner Kfz-Typen können Sie der Typenliste des GDV entnehmen.


TYPKLASSEN 2017 – WELCHE KFZ TYPEN ERHALTEN EINE NIEDRIGERE TYPLASSE?


Besitzer von bestimmten Seat-, Skoda-, VW- und Audimodellen dürfen sich über günstigere Beiträge freuen. Der Seat Leon 1.6 TDI (110 PS) wurde in der Haftpflichtversicherung um zwei Typklassen 2017 niedriger gestuft. Die Modelle Audi S3, Skoda Fabia 1.0 (75 und 60 PS), VW Golf 1.4 TSI (125 PS) und Seat Leon Cupra 290 haben sich ebenfalls um zwei Typklassen 2017 in der Haftpflichtversicherung verbessert. Wenn Sie wissen möchten, ob sich Ihr Auto in der Typklasse verändert hat, dann können Sie die Typenliste des GDV online einsehen.


TYPKLASSEN 2017 – FÜR WEN KANN ES TEUER WERDEN?


Die Einstufung in eine höhere Typklasse ist besonders für Fahranfänger kostenintensiv. Die meisten Automodelle, die bei Fahranfängern beliebt sind, befinden sich bereits in einer hohen Typklasse. Durch häufige Blechschäden werden die Automodelle der Fahranfänger automatisch höher eingestuft. Wenn sich dann die Typklasse von einem auf das andere Jahr ändert, macht sich das aufgrund weiterer Faktoren bei Fahranfängern besonders bemerkbar.

Ein Fahranfänger hat in der kurzen Zeit keine großen Schadenfreiheitsrabatte erwirtschaften können. Aus dem Grund zahlt ein Anfänger von vornherein mehr Versicherungsprämie, als ein unfallfrei fahrender und erfahrener Autobesitzer. Ein Fahranfänger sollte daher besonders viel Wert auf die Wahl des Autos legen und die Typklassen 2017 vergleichen.


TYPKLASSEN 2017 – PLÖTZLICH MEHRER TYPKLASSEN HÖHER EINGESTUFT!


Wenn das geliebte Kfz von jetzt auf gleich höher gestuft wird, wird den meisten Autofreunden angst und bange. Die Änderung um drei Typklassen kann das Autofahren erheblich teurer werden lassen. Die höhere Einstufung macht sich in der Kaskoversicherung besonders bemerkbar. So kann beispielsweise eine Umstufung von Typklasse 14 in die Typklasse 16, die Versicherungsprämie der Vollkasko um 8,2 Prozent teurer werden lassen.

KFZ Versicherung Unfälle - typklassen 2017

KFZ-Versicherung Unfälle – Quelle: GDV


TYPKLASSEN 2017 – VERZARGE NICHT, DU HAST BEI DER EINSTUFUNG RECHTE!


Wird Ihr Auto in eine andere Typklasse eingestuft und ändert sich Ihre Versicherungsprämie, dann haben Sie ein außerordentliches Kündigungsrecht. Sie können die Kfz-Versicherung nach der außerordentlichen Kündigung frei wählen und haben die Möglichkeit diverse Dienstleister online miteinander zu vergleichen. Die Vergleichsmöglichkeiten sollten Sie nutzen, Sie können bares Geld sparen und sind weiterhin gut versichert. Neben übersichtlichen Tarifvergleichen haben Sie einen Überblick über Empfehlungen und Erfahrungen andere Versicherungsnehmer und können diese in Ihre Tarif- und Versicherungswahl miteinbeziehen.


ZUSAMMENFASSUNG TYPKLASSEN 2017


Für die wenigsten Autofahrer gibt es Änderungen in den Typklassen 2017. Dennoch lohnt sich ein Vergleich der Versicherungsprämien verschiedener Anbieter. Des Weiteren ist vor dem Kauf eines Kfz ein Blick auf die Typklassen 2017 ratsam. Mit dem Vergleich verschiedener Versicherungsanbieter und dem Blick auf die Typklassen 2017 können Sie Geld sparen und haben automatisch mehr Geld im Portemonnaie für die nächste Tankfüllung.

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