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Wetterchaos in Deutschland – Wie schütze ich mich vor Elementar- und Sturmschäden?

Unwetter, Überschwemmungen und sogar Windhosen entwickeln sich in Deutschland zunehmend zu einem Problem. Praktisch jedes Jahr werden verschiedene Regionen in der Bundesrepublik von schweren Wetterphänomenen heimgesucht und alles sieht danach aus, als würde die Zahl in Zukunft weiter zunehmen. Als Haus- oder Wohnungsbesitzer kann oft schon ein Unwetter oder eine Überschwemmung ausreichen, um für größere Probleme zu sorgen. Tatsächlichen Schutz bieten am Ende vor allem die richtigen Versicherungen, auch wenn es nicht immer ganz einfach ist, das passende Angebot zu finden. Eine Reihe von Tipps kann bei der Suche weiterhelfen.

Sturmschäden und Überschwemmungen in Deutschland

Starkregen, Sturmschäden, Hagel, Überschwemmungen und sogar eine Windhose: Der Juni 2016 sorgt in Deutschland wieder einmal für eine Vielzahl an schlechten Wetternachrichten. Vor allem die Bewohner in Baden Württemberg und Bayern hatten mit Starkregen und Unwettern zu kämpfen und in vielen Regionen kam es zu Überschwemmungen.

In Hamburg sorgte sogar eine Windhose für eine Schneise der Zerstörung und erreichte dabei Geschwindigkeiten von über 180 Kilometer pro Stunde. Ähnlich hart traf es auch die Besucher des Festivals Rock am Ring, das nach mehreren Unwettern mit Hagel, Sturmschäden und Blitzschlägen sowie mehr als 70 Verletzten erstmals vorzeitig abgebrochen werden musste.

Starkregen – Quelle: GDV


Unwetter im Trend

So problematisch die Unwetter mit ihren Sturmschäden sich zuletzt wieder erwiesen haben, folgen sie doch einem Trend, der sich in Deutschland in den vergangenen Jahren immer stärker abzeichnet. Was 2002 noch als Jahrhundertflut bezeichnet wurde, wiederholte sich in Sachsen schon 11 Jahre später wieder und ist auch in Zukunft nicht ausgeschlossen. Gerade Sachsen erwies sich verstärkt als anfällig für Hochwasser und ist aufgrund der Gegebenheiten mit Flüssen wie der Elbe weiterhin gefährdet.

Im flachen Norden Deutschlands häuft sich zudem das Phänomen der Windhose. Auch hier hat sich die Anzahl hierzulande zuletzt deutlich erhöht und wird zunehmend zu einem Problem. Die Erklärung für die verstärkt auftretenden Wetterphänomene sehen Experten vor allem im Klimawandel.

In Deutschland stieg die Durchschnittstemperatur in den vergangenen Jahren immer weiter an. Wärme ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die Luft mehr Wasser aufnehmen kann. Dies sorgt für mehr Feuchtigkeit, die wiederum dazu beiträgt, dass sich Unwetter bilden können.

Elementarschäden – Quelle: GDV


Eigene Initiative erforderlich

Darauf zu hoffen, dass sich die Lage in den kommenden Jahren bessert, und aus diesem Grund keine Schutzmaßnahmen zu ergreifen, ist grundsätzlich keine gute Idee. Aktuell gehen Klimaforscher eher von einem weiteren Temperaturanstieg aus, sodass sich die Situation vermutlich sogar noch verschlimmern wird. Gleichzeitig fordern auch die Bundes- und Landesregierungen die Bürger dazu auf, selbst für Versicherungsschutz zu sorgen. Finanzielle Hilfen, wie sie nach der Jahrhundertflut 2002 gezahlt wurden, dürfte bei zukünftigen Katastrophen daher höchstens noch in erheblich geringerem Umfang geben. Wie teuer Elementarschäden dabei sein können, zeigt eine Statistik der GDV.

Der Gemeinschaft Deutscher Versicherer zufolge kam es allein im Jahr 2014 zu 30.000 Fällen mit Elementar- und Sturmschäden. Dabei entstanden im Schnitt Kosten von 3.035 Euro, Tendenz steigend. Wer nach einer Überschwemmung oder einer Windhose nicht vor dem Ruin stehen möchte, muss also selbst die Initiative ergreifen.


Die Gebäude- und Hausratversicherung

Bei der Suche nach der richtigen Versicherung gegen Elementar- und Sturmschäden gibt es kein Universalangebot. Stattdessen lassen sich verschiedene Versicherungen miteinander kombinieren, um so den optimalen Schutz zu gewährleisten.

Einen guten Anfang kann man mit der Gebäude- und Hausratversicherung machen. In dieser sind in der Regel nicht nur Schäden durch Einbrüche, Vandalismus oder Diebstahl abgedeckt, sondern auch Wetterphänomene wie Sturmschäden, Hagel oder Blitzeinschlag. Für Wohnungsbesitzer kann sich zudem eine Wohngebäudeversicherung empfehlen. Bei dieser wird der Versicherungsschutz im Besonderen auf Gebäudeteile wie Treppen, Türen und Fenster erweitert, allerdings zunächst einmal ebenfalls nur bei Elementarschäden wie Sturm, Hagel und Blitzeinschlag.


Zusätzliche Elementarschaden-Versicherung

Wer sich neben klassischen Sturmschäden gegen weitere Wetterphänomene absichern möchte, wobei in vielen Regionen vor allem Hochwasser ein wichtiger Faktor dürfte, muss eine zusätzliche Elementarschaden-Versicherung abschließen. Diese wird typischerweise in Kombination mit der Gebäude- und Hausratversicherung angeboten.

In der Versicherung sind zusätzlich zu den Hagel-, Blitz- und Sturmschäden auch Erdbeben, Rückstau, Schneedruck und Überschwemmungen enthalten. Darüber hinaus besteht bei vielen Anbietern die Möglichkeit, individuell weitere Naturphänomene in den Schutz mit aufzunehmen. Nicht zu unterschätzen bei der Wahl des richtigen Versicherungsschutzes gegen Sturmschäden ist zudem die Haftpflicht. Auch wenn diese nur bedingt dabei hilft, die eigenen Habseligkeiten zu schützen, ist sie doch nützlich, wenn andere durchSturmschäden zu Schaden kommen.

Stfitung Warentest Hausratversicherung – Quelle: Youtube

Die größten Kostenfaktoren

Wer sich auf die Suche nach einer Gebäude- und Hausratversicherung begibt, der wird feststellen, dass die Angebote höchst unterschiedlich ausfallen können. Dies resultiert vor allem aus der Tatsache, dass Versicherungsgesellschaften die Regionen in Deutschland in sogenannte Risikozonen einteilen. Typischerweisen werden sechs verschiedene Tarifzonen unterschieden, die dann letztendlich die Versicherungskosten bestimmen. Für Elementar- und Sturmschäden an sich irrelevant, aber aufgrund des Aufbaus der Versicherung letztendlich notwendig, spielen zunächst einmal die Kriminalstatistiken eine Rolle. Vandalismus und eine hohe Zahl von Einbrüchen in der Region sind dafür verantwortlich, dass der Ort in eine höhere Tarifzone fällt. Noch stärker wirkt sich allerdings das Thema Hochwasser aus. Anhand der Daten der amtlichen Wasserämter stufen die Versicherungen eine Region in eine von vier Risikozonen ein, die sich wie folgt aufteilen:

  • Zone 1: Kein Hochwasser in den letzten 200 Jahren
  • Zone 2: Hochwasser in den letzten 50 bis 200 Jahren
  • Zone 3: Hochwasser aller 10 bis 50 Jahre
  • Zone 4: Hochwasser mindestens aller 10 Jahre

Vor diesem Hintergrund ist es natürlich besonders für Orte, die zuletzt von einem Hochwasser getroffen wurden, schwierig. Versicherungen zu günstigen Konditionen finden sich nach einem Hochwasser praktisch kaum noch. Auf der anderen Seite ist die Zoneneinteilung auch ein gutes Mahnmal. Wer mit dem Versicherungsabschluss erst wartet, bis es zu spät ist, für den könnte die Sache am Ende richtig teuer werden.

Die passende Versicherung zu günstigen Konditionen

Anhand der unterschiedlichen Tarifzonen und der vielen Anbieter auf dem Markt kann die Suche nach einer passenden Versicherung für Elementar- und Sturmschäden schnell zu einer umfangreichen Aufgabe werden. Der Markt ist besonders für Unerfahrene mittlerweile kaum noch überschaubar. Dies gilt im Besonderen, wenn man nicht nur den optimalen Versicherungsschutz haben möchte, sondern gleichzeitig auch möglichst günstige Konditionen in Anspruch nehmen möchte. Die Angebote der verschiedenen Anbieter unterscheiden sich oft sehr deutlich voneinander und nicht immer ist auf Anhieb erkennbar, warum dies der Fall ist.

Wer die optimale Versicherung in Anspruch nehmen möchte, der sollte im Vorfeld genau recherchieren. Zum Glück muss man sich die Arbeit aber auch nicht schwieriger machen, als sie ist. Mit dem kostenfreien Tarifvergleich lassen sich viele Angebote einfach miteinander vergleichen und dies ohne viel Arbeit. Der richtige Vertrag findet sich im Anschluss gleich viel einfacher.

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